Studium

Jokerregelung

Rechtsgrundlage: § 10 PVO (.pdf)

 

I. Inhalt der Regelung

Gemäß § 10 PVO können Sie in Ihrer gesamten Studienzeit an dieser Hochschule für insgesamt zwei Prüfungen jeweils einen dritten Wiederholungsversuch ("Joker") beantragen, ohne dass Sie hierfür besondere Gründe darlegen müssen. Eine Verwendung beider „Joker“ für dieselbe Prüfung ist nicht zulässig. Bei einem Studiengangwechsel oder einem Zweitstudium innerhalb der CAU erhalten Sie keine(n) zusätzliche(n) weiteren „Joker“.

II. Voraussetzungen für die Inanspruchnahme eines "Jokerversuchs“

Voraussetzung für die Inanspruchnahme ist, dass

  • eine Modulprüfung auch im dritten Versuch nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt und
  • der Antrag auf einen „Joker“ innerhalb eines Monats nach Ablauf des jeweiligen Überprüfungszeitraumes gem. § 8 Abs. 1 PVO gestellt wird; er ist schriftlich über das zuständige Prüfungsamt an die Vorsitzende oder den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu richten. Das entsprechende Formular finden Sie im Bereich Formulare.

Die zur Verfügung stehenden „Joker“ sollten mit Bedacht ausgewählt und eingesetzt werden. Vorrangig sollten Sie stets von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich von der Prüfung fristgerecht abzumelden oder aus triftigem Grund zurückzutreten. (Mehr dazu siehe unter IV.)

III. Inkrafttreten

Die "Jokerregelung" ist am 26.09.2014 in Kraft getreten und konnte erstmals für die Modulprüfungen in Anspruch genommen werden, deren zweiter Wiederholungsversuch nach dem 30.06.2014 stattgefunden hat. Die "Jokerregelung" löste die bisherige "Härtefallregelung" ab.

IV. Prüfungsabmeldung, -rücktritt und entschuldigte Säumnis

Wir möchten Sie an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie - je nach Sachlage - vorrangig folgende Möglichkeiten nutzen sollten:

  • Prüfungsabmeldung: Während des An- und Abmeldezeitraumes können Sie sich (ohne Angabe von Gründen) von bereits angemeldeten Prüfungen jederzeit wieder abmelden.
  • Rücktritt/Säumnis: Nach Ende des An- und Abmeldezeitraumes können Sie von der Prüfung zurücktreten, wenn Sie unverzüglich einen triftigen Grund (z. B. Krankheit) nachweisen. Der Rücktritt kann vor, während und in Ausnahmefällen unverzüglich nach der Prüfung erklärt werden. Kann man an einem Prüfungstermin wegen eines triftigen Grundes unerwartet (z. B. Unfall auf dem Weg zur Prüfung) nicht teilnehmen, gilt die Säumnis als entschuldigt, wenn der Grund unverzüglich nachgewiesen wird. Weitere Einzelheiten sowie die notwendigen Formulare finden Sie auf den folgenden Seiten: Rücktritt, Säumnis, Formulare.
     

V. Studiengangwechsel nach Bewilligung eines Jokerantrags

Erfolgt nach Gewährung eines 4. Prüfungsversuchs ein Wechsel in einen neuen Studiengang, ohne dass dieser 4. Prüfungsversuch im ersten Studiengang in Anspruch genommen wurde, müssen Sie auf den gewährten Jokerversuch verzichten (siehe Punkt VI), um den ungenutzten Jokerversuch in seinem neuen Studiengang nutzen zu können. Der alte Studiengang gilt dann weiterhin als endgültig nicht bestanden. Ist dagegen zu einem späteren Zeitpunkt der Rückwechsel in den ersten Studiengang geplant, einhergehend mit der Anerkennung der Prüfung, die im ersten Studiengang zum "Endgültig nicht bestanden" geführt hat und im zweiten Studiengang bestanden wurde, gilt der Jokerversuch als in Anspruch genommen.

VI. Rücknahme eines Jokerantrags, Verzicht auf einen gewährten Jokerversuch

Möchten Sie einen Jokerantrag zurücknehmen oder auf einen gewährten Jokerversuch verzichten, reichen Sie bitte das entsprechende Formular im zuständigen Prüfungsamt ein.