Studium

Studieninformationsblatt

Studienfach

Studienfach Biochemie und Molekularbiologie
Studiengang Ein-Fach-Masterstudiengang
Abschluss Master of Science (M.Sc.)
Studienbeginn Zum 1. FS: Beginn zum Winter- oder Sommersemester (Wintersemester empfohlen)
Bewerbung / Einschreibung
  • Einschreibung (zulassungsfrei)
Regelstudienzeit 4 Fachsemester
Fakultät(en)
  • Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
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Studienabschluss

Master of Science (M.Sc.)

Das Ein-Fach-Masterstudium umfasst das Studium des Faches im Umfang von 90 Leis­tungs­­punkten sowie die Anfertigung einer Masterarbeit im Umfang von 30 Leistungspunkten.

Informationen zum Aufbau der Masterstudiengänge sind im Studienangebot unter Studienaufbau zu finden.

Gegenstand und Ziel des Faches

Gegenstand des Studiums

Die naturwissenschaftliche Disziplin Biochemie, die früher auch Physiologische Chemie genannt wurde, beschäftigt sich mit der Untersuchung chemischer und physikalischer Vorgänge in lebenden Systemen. Die Biochemie befasst sich unter anderem mit der Untersuchung von biomoleku­laren Strukturen, von Stoffwechselvorgängen, Signalübertragungen, Zelldifferenzierungen und von Prozessen zum Informationsaustausch sowohl innerhalb eines Organismus als auch zwischen Organis­men. Die Methodik des Biochemikers ist sehr vielfältig und umfasst molekularbiologische, zellbiologische und biophysikalische Techniken. Die Leitlinie wird vorgegeben durch die Vielfalt biologischer Systeme (Mikroorganismen, Pflanzen und Tiere). Ohne solide Kenntnisse der Chemie und der Physik ist ein Verständnis auf molekularer Ebene der Prozesse in lebenden Systemen nicht möglich. Im Fach Biochemie werden daher Grundlagen der Biologie und der Chemie sowie Elementarkenntnisse in Mathematik und Physik vermittelt. Im fortgeschrittenen Studium erfolgt eine Vertiefung in Biochemie sowie Molekularbiologie und es entsteht eine immer enger werdende Verbindung zur Medizin.

Eine Gliederung des Faches Biochemie in Teildisziplinen ist nur schwer vorzunehmen. Allenfalls wäre eine Unterteilung in Anlehnung an die biologischen Objekte in Biochemie der Tiere, des Menschen, der Pflanzen und der Mikroorganismen denkbar.
Unabhängig von der jeweiligen Fachrichtung spielt innerhalb der Biochemie die Analytik eine wichtige Rolle: Bei der Prozesskontrolle von präparativen Verfahren, bei dem Nachweis von Zwischenprodukten im Stoffwechsel, bei der Untersuchung von Regulationsphänomenen und bei diagnostischen Anwendungen. Physikalische Messverfahren nehmen in der biochemischen Analytik einen weiten Raum ein, denn nur sie liefern ausreichende Empfindlichkeit für die qualitative und quantitative Erfassung der meist nur in geringen Konzentrationen vorliegenden Substanzen und Strukturbestandteile. Neben spektroskopischen Verfahren und bildgebenden Techniken verschiedener Art sind chromatographische Methoden sowie die Anwendung von stabilen Nukliden und Radionukliden von großer Bedeutung. Methoden der Molekularbiologie, Proteinchemie und der Bioinformatik runden das sehr umfangreiche Methodenspektrum ab. In biologischer Hinsicht unterscheidet der Biochemiker „in vivo“-Verfahren und „in vitro“-Verfahren. Der erste Fall bezieht sich auf Untersuchungen am lebenden System, d. h. an einem intakten Organismus. Als Untersuchungsobjekte dienen Mikroorganismen, niedere und höhere Pflanzen sowie die verschiedenen Tierarten bis hin zum Menschen.

Für Eingriffe an Versuchstieren fordert der Gesetzgeber eine besondere Qualifikation, die sich der Biochemiker in Spezialkursen aneignen muss. Für Untersuchungen am Menschen ist eine ärztliche Approbation bzw. die Kooperation mit einem approbierten Arzt notwendig.
„In vitro“-Techniken beinhalten das Arbeiten an isolierten Organen, Organpräparationen, isolierten kultivierten Zellen, Zellorganellen, subzellulären Partikeln bis hin zu partikelfreien Zellextrakten, Enzymen oder Modellmischungen. Derartige Techniken reichen zumeist für die Bearbeitung biochemisch-pharmakologischer Fragestellungen aus.
Gentechnische Untersuchungen, d. h. die Analyse von Genen oder die Einführung von Nuklein­säurefragmenten in das Genom lebender Zellen, dienen in erster Linie der gezielten Erzeugung bestimmter Expressionsprodukte, deren Gewinnung und z.B. der Strukturanalyse. Aus Sicherheitsgründen fordert der Gesetzgeber auch hierfür den Nachweis einer bestimmten Qualifikation, die zum Teil schon während des Studiums erworben werden kann. Die Zusammenarbeit mit einem entsprechend vorgebildeten (Molekular-) Biologen kann jedoch den Erwerb der Zusatzqualifikation erübrigen.
Häufig besteht bei Biochemikern der Wunsch, zur Erweiterung der Qualifikation ein medizinisches oder tiermedizinisches Zweitstudium zu absolvieren. Eine Rechtfertigung für dieses Vorhaben ist die später angestrebte Tätigkeit als Klinischer Biochemiker.

Es handelt sich um einen gemeinsamen Studiengang der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Medizinischen Fakultät der CAU. Er soll darüber hinaus seine Kraft und Aktualität aufgrund der Erfahrungen mit dem bisherigen Diplomstudiengang aus den molekularbiologisch arbeitenden Gruppen der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Medizinischen und der Agrar- und Ernährungs­wissenschaftlichen Fakultät ziehen.

Persönliche Neigungen

Neben dem allgemeinen Interesse an der Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Zusammenhängen sind praktische Fähigkeiten sehr willkommen.

Weitere Informationen zum Studienfach

Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder

Das Berufsfeld der Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiengangs Biochemie und Mole­ku­lar­biologie ist außergewöhnlich breit. Absolventinnen und Absolventen werden Stellen in der Wirtschaft, Forschungsorganisationen und Behörden im Grenzbereich von Chemie, Biologie und Medizin anstreben.

Weiterführendes Studienangebot an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

An den Abschluss des Masterstudiums kann sich eine Promotion anschließen.

Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion sowie Informationen zum Ablauf des Pro­motionsver­fah­rens finden Sie in den Promotionsordnungen der Fakultäten.

Weitere Informationen zur Promotion erhalten Sie im Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Voraussetzungen und Kenntnisse

Studienvoraussetzungen

Voraussetzung für die Aufnahme des Masterstudiengangs ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium im entsprechenden Gebiet oder ein gleichwertiger Abschluss.

Für die Einschreibung ist durch eine Bescheinigung nachzuweisen, dass die Voraussetzungen zur Aufnahme eines Masterstudienganges gemäß Prüfungsordnungen und Studienqualifikationssatzung erfüllt sind.

Hier finden Sie die jeweiligen Prüfungsordnungen

Zusätzliche Kenntnisse

  • gute Kenntnisse in Chemie, Physik, Mathematik, Biologie
  • gute Kenntnis der englischen Sprache zum Verständnis der Fachliteratur
  • experimentelles Geschick, gute Beobachtungsgabe
     

Bewerbung und Einschreibung

Zulassungsbeschränkung

Der Studienbeginn ist zum Wintersemester und zum Sommersemester möglich. Empfohlen wird der Studienbeginn zum Wintersemester.

Der Studiengang ist im ersten und in höheren Fachsemestern zulassungsfrei (nicht bewerbungspflichtig).

Informationen zur Einschreibung.

Beratung

Studienfachberatung

Ihre fachspezifischen Fragen zum Studienfach klären Sie bitte in der Studienfachberatung.

Studienfachberatung:

Prof. Dr. Axel Scheidig
Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie
Am Botanischen Garten 1-9, Raum 516
Tel.: 0431/880-4286
E-Mail: axel.scheidig@strubio.uni-kiel.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung

Prof. Dr. Stefan Rose-John
Biochemisches Institut
Rudolf-Höber-Str. 1, Raum 121
Tel.: 0431/880-3336
E-Mail: rosejohn@biochem.uni-kiel.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung

Prof. Dr. Ulrich Lüning
Institut für Organische Chemie
Otto-Hahn-Platz 4, Raum 219a
Tel.: 0431/880-2450
E-Mail: luening@oc.uni-kiel.de
Sprechstunde: nach Vereinbarung

Geschäftszimmer:

Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie
Am Botanischen Garten 1-9, Raum 515
24118 Kiel
Tel.: 0431/880-4353

Zentrale Studienberatung

In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge der Christian-Albrechts-Universität informieren.

Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien- und Berufsorientierung, zu Stu­dienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung, zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium. Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs- und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an.

Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses)
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-7440
E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de
Website: Zentrale Studienberatung

Sprechzeiten: siehe Zentrale Studienberatung

International Center

Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung, Einschreibung und Beratung an das International Center.
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie auf der Website des International Center.

International Center
Westring 400
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-3715
Website: www.international.uni-kiel.de

Sprechzeiten: siehe Website

Career Center

Das Career Center unterstützt Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen mit Seminaren, Vorträgen, Beratung und Coaching zur Berufsorientierung und Karriereplanung.

Career Center der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Claudia Fink
Leibnizstraße 3
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-1251
E-Mail: careercenter@uv.uni-kiel.de
Website: Career Center

Offene Sprechstunde für Kurzinformationen oder Terminvergabe:
Mittwoch, 11.30 bis 12.30 Uhr

Graduiertenzentrum

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterstützt die Ausbildung ihrer Doktorandinnen und Doktoranden während ihrer Promotion zentral durch das Graduiertenzentrum. Hier erhalten sie Informationen rund um die Promotion, Beratung zu Fördermöglichkeiten, überfachliche Qualifi­zierungs­angebote, Unterstützung zu Vernetzung und Austausch mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden sowie hilfreiche Hinweise bei spezifischen Fragen.

Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Leibnizstraße 3
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-3218
E-Mail: info@gz.uni-kiel.de
Website: Graduiertenzentrum

Sprechzeiten:

Donnerstag, 14 bis 18 Uhr (Anmeldung per E-Mail: consulting@gz.uni-kiel.de)

Prüfungsamt und Prüfungsordnung

Ihre Fragen zum Prüfungsverfahren richten Sie bitte an das zuständige Prüfungsamt.

Sämtliche Studien- und Prüfungsordnungen und das jeweils zuständige Prüfungsamt finden Sie hier.

Aufbau des Studiums

In den ersten zwei Semestern liegt der Schwerpunkt auf vertiefenden Modulen der Bereiche Biologie, Biochemie und Chemie. Weiterhin besteht die Möglichkeit zur individuellen Profilbildung durch sowohl fachspezifische als auch fachfremde Wahlmodule.

Im dritten Semester werden weitere Biochemie-Module sowie weitere fachspezifische und fach­fremde Vertiefungsmodule absolviert.

Wahlmodule können in englischer Sprache angeboten werden. In diesen Fällen ist die Unterrichtssprache auch die Prüfungssprache.

Für den Aufenthalt an einer anderen (ausländischen) Universität eignet sich das 3. Semester (Mobilitätsfenster).

Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehre­ren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung.

Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Arbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

Die Regelstudienzeit für den Ein-Fach-Masterstudiengang Biochemie und Molekularbiologie beträgt
4 Semester.

Angaben zu den Modulen

Biochemie und Molekularbiologie
Ein-Fach-Masterstudium (120 LP)
Master of Science (M.Sc.)
Studienfach: Biochemie und Molekularbiologie
Modulnummer Modulname PL [1] im … Sem. SWS [2] LP [3]
MNF-bcmb-201 BCM 1 „Die Zelle“
  Vorlesung SL 1. 2 5
Praktische Übung 2
MNF-bcmb-221 Wahlpflichtbereich FS-1 [4]
  Vorlesung je nach Modul 1. je nach Modul 10
Seminar
Übung
Praktikum
MNF-bcmb-222 Wahlpflichtbereich FS-C [4]
  Vorlesung je nach Modul 1. je nach Modul 15
Seminar
Übung
Praktikum
MNF-bcmb-202 BCM 2 "Organismen"
  Vorlesung SL 2. 2 5
Praktische Übung 2
MNF-bcmb-206 Strukturbiologie
  Vorlesung Prot+
Kol
2. 3 10
Seminar 1
Praktikum 5
Übung 2
MNF-bcmb-207 Wahlpflichtbereich AF [5], [6]
  Vorlesung je nach Modul 2.-3. je nach Modul 15
Seminar
Übung
Praktikum
MNF-bcmb-223 Wahlpflichtbereich FS-2 [4], [6] (exbiol201)
  Vorlesung je nach Modul 2.-3. je nach Modul 15
Seminar
Übung
Praktikum
MNF-biol-203 BCM 3 "Funktion"
  Vorlesung SL 3. 2 5
Praktische Übung 2
MNF-bcmb-224 Wahlpflichtbereich FS-3 [4]
  Vorlesung je nach Modul 3. je nach Modul 10
Seminar
Übung
Praktikum
MNF-bcmb-210 Masterarbeit [7] (6 Monate) MA+V 4. - 30

Fußnoten
 
[1] PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungen.
 
[2] Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt wird.
 
[3] LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) erhält man für jedes bestandene Modul eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeits­aufwand (Workload) zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium.
 
[4] Eine Übersicht der zur Auswahl stehenden Module ist in der Fachprüfungsordnung Biochemie und Molekularbiologie unter www.studservice.uni-kiel.de/sta/fachpruefungsordnung-biochemie-und-molekularbiologie-bachelor-master-1-fach.pdf zu finden.
 
[5] Die Module können aus dem gesamten Angebot der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gewählt werden.
 
[6] In dem Wahlbereich können auch Module belegt werden, die sich über zwei Semester erstrecken; es können mehrere Module belegt werden; insgesamt sind 15 LP zu erbringen.
 
[7] Zur Masterarbeit kann zugelassen werden, wer durch Modulprüfungen in Pflicht- und Wahlpflichtmodulen mindestens 80 Leistungspunkte erworben hat.
 
Erläuterungen:

K: Klausur
Kol: Kolloquium
MA: Masterarbeit
Prot: Praktikumsprotokoll
PÜ: Praktische Übung
Sem: empfohlenes Semester
SL: Seminarleistung
Ü: Übung
V: Vortrag
Gesamt 120

 

Akkreditierung

Der Studiengang ist bis zum 30.09.2023 akkreditiert (vorbehaltlich der Auflagenerfüllung bis zum 31.03.2018).

Als systemakkreditierte Universität führt der Geschäftsbereich Qualitätsmanagement die Akkreditierung der Studiengänge intern durch.