Studium

Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder

Darüber hinaus sind die Absolventinnen und Absolventen aufgrund ihrer didaktischen Ausbildungs­anteile für alle Berufsfelder qualifiziert, in denen die mit dem Studienfach Deutsch verbundenen Kompetenzen zugleich mit didaktischen bzw. pädagogischen Aufgaben verbunden sind.

Seit vielen Jahren konkurrieren Absolventinnen und Absolventen des traditionellen Lehramtsab­schlusses (Staatsexamen) durchaus erfolgreich mit denen des traditionellen Magisterabschlusses auf Berufsfeldern außerhalb der Schule, da sie zusätzlich zu dem erworbenen Fachwissen und den entsprechenden Kompetenzen über pädagogische und fachdidaktische Kenntnisse verfügen, die in der außerschulischen Bildung gefragt sind. Es zeigt sich, dass Absolventinnen und Absolventen der Abschlüsse Master of Arts und Master of Education in vergleichbarer Weise auf Berufsfeldern außerhalb der Schule konkurrieren.

Die obligatorische Wahlpflichtveranstaltung in Niederdeutsch oder Friesisch gewährleistet eine basale Kenntnis regionaler Sprachvarietäten, die eine Grundlage für entsprechende Akzentuierungen in der schulischen Lehre abgeben kann. Seit der international bindenden rechtlichen An­er­kennung des Niederdeutschen als europäische Regionalsprache im Jahr 1999 ist eine bevorzugte Ein­stellung von Lehrpersonal mit einem entsprechenden Abschluss erlaubt (positive Diskriminierung).

Bei einer Konzentration auf Veranstaltungen zum Niederdeutschen können sich Studierende da­rü­ber hinaus spezifisch für Tätigkeiten im Bereich des niederdeutschen Medien- und Kulturbetriebes und für die regionale Öffentlichkeitsarbeit und Sprachvermittlung qualifizieren.

Im Masterstudiengang erwerben die Studierenden folgende berufsfeldbezogene Qualifikationen:

  • breite literatur-, sprach-, medien- und kulturgeschichtliche Allgemeinbildung
  • umfassende Erfahrungen mit den wichtigsten Recherche-Instrumenten und -Strategien
  • reflektiertes Diskussionsverhalten, das an wissenschaftlichen Spezialproblemen geschult ist
  • professionelle Kompetenz in der zielgruppenspezifischen Aufbereitung und Vermittlung komplexer wissenschaftlicher Sachverhalte, insbesondere für schulische Kontexte
  • literaturwissenschaftlich elaborierte Problemlösungskompetenz im Umgang mit Texten bzw. textähnlichen Sachverhalten
  • vertiefte sprachwissenschaftlich fundierte Problemlösungskompetenz im Umgang mit allen Er­scheinungsformen der deutschen Sprache (von der Einzeläußerung zu hochkomplexen Texten, mündlich, schriftlich, diasituativ, diastratisch, diatopisch, diachron etc.)
  • vertiefte fachdidaktische Kompetenzen in Theorie und Praxis