Studium

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Der Studiengang folgt der Leitidee, das Studium eines klaren inhaltlichen Kerns der beiden Fächer, der für alle Studierenden obligatorisch ist, mit großen Möglichkeiten zur individuellen Schwerpunktbildung zu verbinden. Er baut auf drei Grundmodulen im ersten bzw. zweiten Fachsemester auf, die in die disziplinären Zugänge einführen. Das politikwissenschaftliche Grundlagenmodul (Polw-IPIR-1) bietet eine vertiefende Einführung in die theoretischen und methodischen Grundlagen der Politikwissenschaft. Das rechtswissenschaftliche Grundlagenmodul (Jur-IPIR-1) vermittelt die notwendigen normativen Kenntnisse im Völker- und Europarecht. Hinzu kommt das Modul Propädeutik und Methodik (Polw-Jur-IPIR-MP), das den Studierenden die methodischen und propädeutischen Grundlagen des Faches vermittelt, das nicht im ersten Studiengang studiert wurde. Dementsprechend wird es in zwei Varianten angeboten: Die erste Variante (Polw-Jur-IPIR MP.1) ist für Studierende gedacht, die einen Bachelor in Politikwissenschaft oder in einem vergleichbaren Fach haben. Die zweite Variante (Polw-Jur-IPIR MP.2) wird von Studierenden besucht, die nach Abschluss der Ersten Juristischen Prüfung das Masterstudium beginnen. Mit den drei Grundlagenmodulen verfügen die Studierenden über die Voraussetzungen, um im weiteren Studienverlauf das Grundlagenwissen zu erweitern und eigene Schwerpunkte zu setzen.

Im zweiten und dritten Fachsemester vertiefen die Studierenden ihre Analysen. Die Politikwissenschaft bietet mit den Modulen polw-IPIR-2 und 3 eine vertiefende Beschäftigung mit den Forschungsfragen der (Vergleichenden) Regierungslehre und der Europaforschung (polw-IPIR-2) sowie der Internationalen Beziehungen (polw-IPIR-3). Hier schließt sich ein Forschungs- und Schwerpunktmodul (polw-IPIR-4) an, in dem die Studierenden zu einem Teilgebiet der Politikwissenschaft einen eigenen Schwerpunkt setzen können. Auf der rechtswissenschaftlichen Seite werden den Studierenden in zwei Modulen (jur-IPIR-2 und 3) Schwerpunkte des Europa- und Völkerrechts geboten. Neben einer Wahlpflichtvorlesung (Europarecht II oder Staatsrecht III) im ersten und einem verpflichtenden Seminar zum Europa- oder Völkerrecht im zweiten Modul können die Studierenden zwischen zahlreichen vertiefenden Lehrveranstaltungen wählen. Die Bandbreite der angebotenen Themenbereiche stellt sicher, dass die Studierenden nach absolvierter Veranstaltung ihre Basiskenntnisse in vielerlei Richtung erweitern und so ihr professionelles Profil bereits während des Studiums schärfen können. Im Modul Forschung und Praxis der internationalen Politik und des internationalen Rechts (polw-jur-IPIR-FP) setzen die Studierenden im Hinblick auf ihre Masterarbeit und den Studienabschluss eigene Schwerpunkte. Dabei können sie sowohl den thematischen Fokus als auch die konkreten Prüfungsformen selbst wählen. Die Studierenden können ein sechswöchiges Praktikum absolvieren, für das sie 6 LP erhalten (Variante FP.1). Alternativ können sie eine weitere Prüfungsleistung (6 LP) erbringen (Variante FP.2). In einem interdisziplinären Masterforum (Modul polw-jur-IPIR-Masterforum) stellen die Studierenden die Grundlinien ihrer Masterarbeit, den theoretischen und methodischen Ansatz, das geplante Vorgehen und ggf. erste Ergebnisse vor und verteidigen diese in einem Prüfungsgespräch mit den Lehrenden beider Fächer. Zum einen stellen die Studierenden so ihre gewonnen Kenntnisse und Qualifikationen unter Beweis, zum anderen bietet das Masterforum den Studierenden aber auch die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Forschung einem Fachpublikum zu präsentieren und gemeinsam kritisch zu diskutieren. In der Regel werden Lehrende beider Fächer als Betreuer/in der Master-Arbeit gewählt.

Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehre­ren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richtet sich nach der Fachprüfungsordnung.

Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Masterarbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

Die Regelstudienzeit für den Ein-Fach-Masterstudiengang Internationale Politik und Internationales Recht beträgt 4 Semester.