Studium

Studieninformationsblatt

Studienfach

Studienfach Klassische Archäologie
Studiengang Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang, Profil Fachergänzung
Abschluss Bachelor of Arts (B.A.)
Studienbeginn Zum 1. FS: Beginn zum Winter- und Sommersemester (Wintersemester empfohlen)
Bewerbung / Einschreibung
  • Einschreibung (zulassungsfrei)
Regelstudienzeit 6 Fachsemester
Fakultät(en)
  • Philosophische Fakultät
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Studienabschluss

Bachelor of Arts (B.A.)

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem Profil Fachergänzung richtet sich an Studierende, die nach dem Bachelorabschluss den Einstieg in eine Berufstätigkeit oder die Fortsetzung der universitären Ausbildung anstreben.

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem Profil Fachergänzung umfasst das Studium von zwei Studienfächern im Umfang von je 70 Leistungspunkten, die Anfertigung einer Bachelor­ar­beit in einem der zwei Studienfächer im Umfang von 10 Leistungspunkten sowie das Studium des Profils Fachergänzung im Umfang von 30 Leistungspunkten.

Informationen zum Aufbau der Bachelorstudiengänge sowie zu den Kombinationsmöglichkeiten sind im Studienangebot unter Studienaufbau zu finden.

Gegenstand und Ziel des Faches

Gegenstand des Studiums

Das Fach Klassische Archäologie hat die Erforschung der antiken griechischen und römischen Kulturen zum Ziel. Während sich andere historische Wissenschaften überwiegend mit Texten beschäftigen, zieht die Klassische Archäologie in erster Linie alle Formen materieller Hinterlassenschaften der antiken griechischen und römischen Kulturen und ihrer Nachbarn als primäre Quellen heran. Dies beinhaltet die Beschäftigung mit einzelnen Objektgattungen z.B. Architektur, Plastik, Keramik, Malerei, Münzen, Mosaiken oder Toreutik aber auch mit ihren lebensweltlichen Kontexten.

Der zeitliche Rahmen reicht von der (Spät-) Bronzezeit (2. Jahrtausend v. Chr.) bis zur Spätantike (4./5. Jahrhundert n. Chr.). Ähnlich weit gefasst ist der geographische Rahmen, denn neben den Kerngebieten (Griechenland, Italien, Kleinasien) liegt der gesamte griechisch-römische Kulturraum im Fokus der Forschung (von Spanien bis ans Schwarze Meer, von Großbritannien bis Nordafrika).

Ein wichtiges Aufgabenfeld der Klassischen Archäologie besteht in der Erschließung und Präsentation von Material (Ausgrabung, Sammlung, Beschreibung und Ordnung, zeichnerische und photographische Dokumentation etc.). Wichtiger aber noch ist die Interpretation des Materials, denn erst durch eine umfassende Einordnung in den kulturhistorischen Kontext kann der besondere Aussagewert unterschiedlicher Forschungsgegenstände erfasst werden. Dabei gilt es, eine ganze Menge unterschiedlicher Faktoren, die auf die Gestaltung von Objekten eingewirkt haben können, zu beachten: Material und Technik, formale Traditionen, funktionale Kontexte, gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und politische Hintergründe, religiöse Anschauungen oder kultische Praktiken etc. Eine umfassende Analyse der Objekte vermag folglich weitreichenden Aufschluss über nahezu alle wichtigen Bereiche antiken Lebens zu geben: So können beispielsweise die Bedeutung von Stadt- und Siedlungszusammenhängen, die wechselseitigen Beziehungen zwischen Landschafts- und Kulturausprägung, die Rolle von Ritualen oder die Wahrnehmungsmöglichkeiten von Bildern erforscht werden.

Um materielle Quellen auf ihre Bedeutung hin untersuchen zu können, ist die Anwendung fachspezifischer Methoden nötig, die einen strukturierten Zugang zu visuellen Phänomenen ermöglichen. Die fragmentarische Überlieferungssituation erfordert dabei einen besonders sorgfältigen und reflektierten Umgang mit diesen Methoden. Ob die Oberflächengestaltung einer Skulptur, die Strukturen einer Stadtanlage oder die Schichten in einem Grabungsschnitt betrachtet werden: Das Fach schult differenzierendes Sehen und das Begreifen des Beobachteten als historisch geformt. All dies sind Fähigkeiten, die in unserer immer stärker von visuellen Eindrücken geprägten Welt wichtiger denn je sind.

Zentrale Lernziele des Studiengangs Klassische Archäologie sind daher zum einen der Erwerb grundlegender speziell fachwissenschaftlicher Kompetenzen – dazu gehören die umfassende Kenntnis archäologischer Befunde und Denkmäler sowie der sichere Umgang mit einschlägigen Arbeitstechniken und Methoden – zum anderen die Aneignung allgemeiner kommunikativer, argumentativer, analytischer und reflexiver Fähigkeiten, die auch über das Fach hinaus als Schlüsselqualifikationen Bedeutung haben.

Das besondere Profil des Studienfaches an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wird geprägt durch die Antikensammlung, die dem Institut zugeordnet und in der Kunsthalle zu Kiel beheimatet ist. Anhand der Originale und Gipsabgüsse dieser Sammlung lernen die Studierenden vom ersten Semester an den direkten wissenschaftlichen Umgang mit antiken Denkmälern. In speziellen Museumsübungen werden zudem Formen musealer Dokumentation und Vermittlung praktisch eingeübt. Mit der Antikensammlung aufs Engste verknüpft ist der Verein der Freunde der Antike e.V. Dieser lädt regelmäßig zu Fachvorträgen ein (etwa zwölf Mal im Jahr), die mit ihrer weit gefächerten Thematik hervorragend geeignet sind, Studierenden einen Überblick über aktuelle Forschungen im Bereich der antiken Kulturen zu geben.

Der Bachelorstudiengang an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet die Besonderheit, dass in das Einführungsmodul (A) auch die Nachbardisziplinen integriert sind und den Studierenden somit ein für späteres interdisziplinäres Arbeiten wichtiger Überblick geboten wird.

Zu den in Kiel vertretenen Nachbarwissenschaften der Klassischen Archäologie gehören Alte Geschichte, Klassische Philologie, Ur- und Frühgeschichte sowie Kunstgeschichte.

Hervorzuheben ist außerdem das Praxismodul F, welches durch die erwähnten Museumsübungen und ein vierwöchiges Praktikum der unmittelbaren Berufsqualifikation dient.

Persönliche Neigungen

Begeisterung für (kultur- und kunst-) historische Fragestellungen und ein grundsätzliches Interesse am Umgang mit materiellen Hinterlassenschaften und originalen Objekten sind für das Studium der Klassischen Archäologie unverzichtbar. Freude am eigenständigen und sorgfältigen Arbeiten sowie ein sicherer Umgang mit der deutschen Sprache sind wichtige Voraussetzungen. Da eine Beschäftigung mit der antiken Kultur nicht ohne die Autopsie der originalen Stätten auskommt, sollte auch die Freude am Reisen und die Neugier auf andere Kulturen vorhanden sein. Dazu gehört auch die Bereitschaft, antike und moderne Sprachen zu erlernen, letztere insbesondere, um mit fremdsprachiger Forschungsliteratur arbeiten zu können.

Weitere Informationen zum Studienfach

Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder

Für die Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs sind Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, der Medien, der Fortbildung sowie im kulturellen Sektor anvisiert. Ein quali­fi­zierter Bachelorabschluss erlaubt, ein Master- und eventuell ein Promotionsstudium anzuschließen, um damit die Voraussetzungen für wissenschaftliche Tätigkeiten in der Klassischen Archäologie oder in Nachbardisziplinen zu erlangen.

Weiterführendes Studienangebot an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

  • Zwei-Fächer-Masterstudiengang Klassische Archäologie (M.A.)

Voraussetzungen und Kenntnisse

Studienvoraussetzungen

Grundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife.

Sprachkenntnisse

Nach der Studienqualifikationssatzung gelten folgende sprachliche Voraussetzungen, die nachgewiesen werden müssen:

  • KMK-Latinum, nachzuweisen möglichst vor Aufnahme des Studiums, spätestens bis zum Beginn des Moduls H
  • Lektürefähigkeit in einer modernen Fremdsprache (außer Englisch; wahlweise Französisch, Italie­nisch, Spanisch, Türkisch, Neugriechisch), die mindestens drei Jahre lang in der Schule erlernt (oder Äquivalent) und mit mindestens „befriedigend“ (8 Punkte) abgeschlossen wurde.
    Ersatzweise: Rezension einer fachspezifischen Monographie aus dem Bereich Klassische Archäologie in der nachzuweisenden Sprache, für die keine Übersetzung vorliegt (Umfang: 2 Seiten, auf Deutsch). Der Nachweis muss spätestens zum 5. Semester / Modul H erfolgen.
     

Bei Rückfragen zu den geforderten Sprachkenntnissen wenden Sie sich bitte an die jeweilige Studien­fachberatung.

Die Studienqualifikationssatzung ist zu finden unter www.studservice.uni-kiel.de/sta/0-1-3.pdf.

Zusätzliche Kenntnisse

Den Studierenden wird empfohlen, ihre Fremdsprachenkenntnisse über die beiden erforderlichen Fremdsprachen hinaus auszubauen. Wird der Masterstudiengang mit Abschlussarbeit im Fach Klassische Archäologie angestrebt, so ist es erforderlich, Griechischkenntnisse im Umfang des Graecums zu erwerben.

Die Studierenden müssen im 3., 4. oder 5. Semester ein vierwöchiges Praktikum im Berufsfeld des Archäologen absolvieren. Eine Bescheinigung des jeweiligen Arbeitgebers gilt als Nachweis. Die er­forderliche Anzahl der Arbeitswochen kann auch bei mehreren Institutionen gesammelt werden.
Praktika können u. a. in folgenden Bereichen stattfinden:

  • in Museen mit einer archäologischen Sammlung bzw. einem archäologischen Sammlungsbereich
  • auf archäologischen Ausgrabungen sämtlicher Institutionen
  • bei Grabungsfirmen
  • in der Restaurierung (im musealen Bereich oder der Baudenkmalpflege)
  • bei Verlagen mit einem auf die Archäologie/Altertumswissenschaften ausgerichteten Programm
  • in Landesdenkmalämtern und im Rahmen ihrer Aktivitäten
  • in Architektur-, Vermessungs- oder Projektierungsbüros im Rahmen der Planung, Betreuung
    oder Durchführung von Restaurierungsprojekten.

Bei selbst organisierten Praktika ist vor Antritt der Arbeit bezüglich der Anerkennung des Praktikums Rücksprache mit der Studienfachberatung (siehe Punkt 7) zu nehmen.

Bewerbung und Einschreibung

Zulassungsbeschränkung

Der Studienbeginn ist zum Wintersemester und zum Sommersemester möglich. Empfohlen wird der Studienbeginn zum Wintersemester.

Der Studiengang ist im ersten und in höheren Fachsemestern zulassungsfrei (nicht bewerbungspflichtig).

Informationen zur Einschreibung für das erste Fachsemester.

Informationen zur Einschreibung für höhere Fachsemester.

Hinweis  

Bitte beachten Sie die unter Punkt 5 genannten Voraussetzungen.

Kontakt

Ihre Fragestellungen zu Zulassungsbedingungen (Zulassungsverfahren, Zulassungsbeschränkungen, Auswahlverfahren, Online-Bewerbung, Zulassungs- oder Ablehnungsbescheid, Termine und Losver­fahren) und Einschreibung (Online-Einschreibung, benötigte Unterlagen) sowie zur Rückmeldung und Beurlaubung klären Sie bitte im Studierendenservice.

International Center

Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung, Einschreibung und Beratung an das International Center.

Beratung

Zentrale Studienberatung

In der Zentralen Studienberatung können sich Studierende und Studieninteressierte über sämtliche Studienfächer und Studiengänge der Christian-Albrechts-Universität informieren.

Die Zentrale Studienberatung klärt persönliche Fragen zur Studien- und Berufsorientierung, zu Stu­dienfächer-Kombinationen, zur Studiengestaltung, zum Studienfach- bzw. Hochschulwechsel, zur Unterbrechung oder zum Abbruch des Studiums, zur allgemeinen Prüfungsvorbereitung sowie zu Problemen im Studium. Studierende und Studieninteressierte werden außerdem über Berufs- und Tätigkeitsfelder, weitergehende Qualifikationen, Aufbau- und Ergänzungsstudien oder Alternativen zum Studium informiert. Ferner bietet die Zentrale Studienberatung weiterführende Informationsschriften zu vielfältigen Themen an.

Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 5 (Anbau des Uni-Hochhauses)
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-7440
E-Mail: zsb@uv.uni-kiel.de
Website: Zentrale Studienberatung

Sprechzeiten: siehe Zentrale Studienberatung

Barrierefrei studieren

Die Beauftragte für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit berät Studieninteressierte und Studierende im Bereich der Zugangs-, Studien- und Lernbedingungen zur Verwirklichung der gleichberechtigten Teilhabe am Studium.

Beauftragte für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit
Dagny Streicher
Zentrale Studienberatung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 4, Raum 1407
24118 Kiel
Tel. 0431/880-5885


E-Mail: barrierefrei-studieren@uv.uni-kiel.de
Website:  www.barrierefrei-studieren.uni-kiel.de
Sprechzeiten:  siehe www.barrierefrei-studieren.uni-kiel.de
 

International Center

Ausländische Studierende wenden sich bitte mit ihren Fragen zur Zulassung, Einschreibung und Beratung an das International Center.
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner finden Sie auf der Website des International Center.

International Center
Westring 400
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-3715
Website: www.international.uni-kiel.de

Sprechzeiten: siehe Website

Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS)

Nähere Informationen zu den angebotenen Modulen, dem Anmeldeverfahren und den zu absolvierenden Praktika im Rahmen des Profils Fachergänzung erhalten Sie auf der Website und bei den zuständigen Ansprechpartnerinnen des Zentrums für Schlüsselqualifikationen.

Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Bereich Fachergänzung
Leibnizstraße 10
24118 Kiel
Website: Zentrum für Schlüsselqualifikationen

Fachergänzung allgemein:

Wibke Matthes
Raum 18
Tel.: 0431/880-1407
E-Mail: matthes@zfs.uni-kiel.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung über OLAT: freitags 11 bis 12:30 Uhr

Praxismodul:

Katrin Schmidtke
Raum 22
Tel.: 0431/880-2682
E-Mail: praktikum@zfs.uni-kiel.de
Sprechzeiten nach Vereinbarung über OLAT: freitags 10 bis 11 Uhr

Career Center

Das Career Center unterstützt Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen mit Seminaren, Vorträgen, Beratung und Coaching zur Berufsorientierung und Karriereplanung.

Career Center der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Claudia Fink
Leibnizstraße 3
24118 Kiel

Tel.: 0431/880-1251
E-Mail: careercenter@uv.uni-kiel.de
Website: Career Center

Offene Sprechstunde für Kurzinformationen oder Terminvergabe:
Mittwoch, 11.30 bis 12.30 Uhr

Orientierungsveranstaltungen zum Studienbeginn

Zu Beginn jeden Semesters finden Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen statt. Die Teilnahme wird em­­pfoh­len und ist in einigen Studienfächern obligatorisch.

Bitte prüfen Sie rechtzeitig welche Einführungs- und Orientierungsveranstaltungen in Ihrem Studienfach angeboten werden. Hier finden Sie die Termine und weitere Informationen zu den Veranstaltungen.

Darüber hinaus werden für zahlreiche Studienfächer vor Beginn der Vorlesungszeit Vorkurse angeboten. In Vorkursen werden bestehende Kenntnisse wiederholt und ggf. erweitert. Sie sollen den Übergang zum Studium erleichtern. Die Teilnahme wird empfohlen.

Hier können Sie einsehen, welche Vorkurse für Ihr Studienfach angeboten werden.

Grundsätzliche Hinweise und Hilfestellungen zur Zusammenstellung des Stundenplans entnehmen Sie bitte dem  Flyer „Tipps zur Erstellung des Stundenplans“.

Prüfungsamt und Prüfungsordnung

Ihre Fragen zum Prüfungsverfahren richten Sie bitte an das zuständige Prüfungsamt.

Sämtliche Studien- und Prüfungsordnungen und das jeweils zuständige Prüfungsamt finden Sie hier.

Aufbau des Studiums

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem Profil Fachergänzung umfasst das Studium von zwei Studienfächern im Umfang von je 70 Leistungspunkten, die Anfertigung einer Bachelor­ar­beit in einem der zwei Studienfächer im Umfang von 10 Leistungspunkten sowie das Studium des Profils Fachergänzung im Umfang von 30 Leistungspunkten.

Hinweis: Das Studienfach Klassische Archäologie kann auch als 50-Leistungspunkte-Nebenfach
im Rahmen des Ein-Fach-Bachelor­­­studiengangs Prähistorische und Historische Archäologie studiert werden. Nähere Infor­mationen dazu finden Sie im Studieninformationsblatt Prähistorische und Historische Archäologie.

Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung.

Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modul­­prüfungen und die Arbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

Die Regelstudienzeit für den Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang Klassische Archäologie mit dem Profil Fachergänzung beträgt 6 Semester.

Nähere Informationen zum zweiten Studienfach finden Sie in dem entsprechenden Studieninformationsblatt.

Klassische Archäologie

Das Studium gliedert sich in Studienjahre mit Beginn jeweils im Wintersemester. Das Einführungs­modul A wird in jedem Wintersemester angeboten – importierte Veranstaltungen im Wahlpflichtbereich (Modul A2) werden teilweise nur im Sommersemester angeboten. Die Module B und D sowie C und E werden wechselweise im Wintersemester bzw. im Sommersemester angeboten. Die Module B und D sowie C und E bauen dabei nicht direkt aufeinander auf – die Nummerierung grie­chische/römische Archäologie I bzw. II dient lediglich der Unterscheidung der Module und schreibt keine Belegungsreihenfolge der Module vor. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass jedes Win­ter­semester mit dem Studium des Studiengangs begonnen werden kann. Im 6. Semester wird die Bachelorarbeit geschrieben, wobei der Umfang der Lehrveranstaltungen darauf Rücksicht nimmt. Auf den Bachelorstudiengang baut der Masterstudiengang unmittelbar anschließend auf.

Das Modul A dient der allgemeinen Einführung und bettet die Klassische Archäologie in ihre un­mittelbaren Nachbarfächer ein. In zwei weiteren Fächern, die nicht den Studienfächern entsprechen dürfen, sind Einführungsveranstaltungen zu belegen. Zur Auswahl stehen Veranstaltungen der Kunst­geschichte (zwei Veranstaltungen, die nicht kombiniert werden dürfen), der Prähistorischen und Historischen Archäologie (zwei Veranstaltungen, die nicht kombiniert werden dürfen), der Alten Geschichte, der Griechischen Philologie und der Lateinischen Philologie.

In den Modulen B, C, D und E wird ein Überblick über die zentralen Bereiche der griechischen und römischen Archäologie gegeben: Die Studierenden lernen zentrale Denkmäler dieser Bereiche in ihren Eigenheiten kennen und bekommen Verständnisperspektiven und relevante Arbeitsmethoden vermittelt. Während in den Vorlesungen übergreifende Themenkomplexe behandelt werden, dienen die Proseminare der Ergänzung und Vertiefung in exemplarischen Teilbereichen, wobei die aktive Mit­arbeit der Studierenden in Form von Referaten, Diskussionsbeiträgen und Hausarbeiten gefordert und geübt wird.

Im Modul F wird zum einen durch eine museologische Übung in der Antikensammlung der Universität Kiel ein Einblick in einen zentralen praktischen Arbeitsbereich der Klassischen Archäologie gewährt: die Erschließung, Dokumentation und museale Präsentation antiker Objekte. Zum anderen bietet das 4-wöchige Praktikum die Gelegenheit, weitere praktische Anwendungsgebiete der Klassischen Archäologie kennen zu lernen und eigene Interessenschwerpunkte zu vertiefen.

In der Klassischen Archäologie geht es genuin um die Beschäftigung mit Fundobjekten und archäo­­logischen Stätten. Diese sind jedoch oft nur eingeschränkt durch Fotos und Pläne darstellbar. Daher will die Pflichtexkursion im Modul G mit dem begleitenden Hauptseminar die Ausbildung am Original­objekt in den Fokus rücken. Viele Fragestellungen und Methoden sind erst durch eine Autopsie anwendbar.

Das methodologische Modul H schließlich setzt einen Schwerpunkt auf die Reflexion über verschie­dene wissenschaftliche Herangehensweisen. Damit soll allgemein die Fähigkeit zur Entwicklung von Lösungsstrategien bei wissenschaftlichen Problemstellungen verbessert werden. Auf diese Weise soll die Bachelorarbeit als erste stärker eigenständige Arbeit der Studierenden begleitet werden.

Neben den einführenden Vorlesungen (in den Modulen A bis E), die dem Überblick über die archäo­­logischen Denkmäler, ihre Perspektiven und die Arbeitsmethoden dienen, stehen die Seminare im Mittelpunkt des Studiengangs: In überschaubarem Kreis und unter moderierender Anleitung gilt es, mit eigenem Auge Gesehenes sowie eigene Überlegungen sprachlich zu vermitteln, argumenta­­tiv (mit Rückgriff auf die reiche Sekundärliteratur) zu vertreten, kritisch analysierend zu modi­fi­zieren und perspektivisch auszubauen. Die Seminararbeiten dienen dem Ziel, Sachverhalte und Diskussionen der Sekundärliteratur möglichst knapp und klar schriftlich auszuformulieren sowie mit fortschreitender Erfahrung mit kritischen Würdigungen, eigenen Beobachtungen und Lösungsansätzen zu versehen.

Die Studierenden müssen im 3., 4. oder 5. Semester ein vierwöchiges Praktikum im Berufsfeld des Archäologen absolvieren.

Profil Fachergänzung

Zusätzlich zum Fachstudium sind im Profil Fachergänzung Leistungen im Umfang von 30 Leis­tungspunkten zu erbringen.

Das Profil Fachergänzung bietet die Möglichkeit, zusätzliche fachüber­greifende Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen zu erwerben, die es ermöglichen, ein eigenes Profil für die spätere berufliche Ausrichtung zu entwickeln.

Der Bereich Fachergänzung ist in drei Säulen gegliedert: Vernetzung mit anderen Fachaspekten, berufsfeldorientierte Fachkenntnisse sowie persönliche Kompetenzen.

Es werden Module im Umfang von 20 Leistungspunkten studiert, die aus einem breiten Ange­bot aus fast allen Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gewählt werden können. Zudem muss im Rahmen des Profils Fachergänzung ein Praxismodul im Umfang von 10 Leis­tungspunkten absolviert werden. Das Praxismodul besteht in der Regel aus einer Lehr­veran­staltung und einem sechs- bis achtwöchigen Prakti­kum.

Eine Übersicht über angebotene Module zum Profil Fachergänzung sowie die Anmelde­modali­täten finden Sie unter den Rubriken „Fachergänzung“ auf den Webseiten des Zentrums für Schlüsselqualifikationen.

Modulübersicht

Klassische Archäologie
Zwei-Fächer-Bachelorstudium, Profil Fachergänzung (180 LP)
Bachelor of Arts (B.A.)
Studienfach/Studienleistung LP
Studienfach 1 70
Studienfach 2 70
Profil Fachergänzung 30
Bachelorarbeit 10
Gesamt 180

 

Studienfach 1

Studienfach 1: Klassische Archäologie
Modulnummer Modulname PL [1] im … Sem. Vor. [2] SWS [3] LP [4]

 

Fußnoten

[1] PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungen.

[2] Vor.: Zugangsvoraussetzung für das Modul
 
[3] Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt wird.
 
[4] LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) erhält man für jedes bestandene Modul eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeits­aufwand (Workload) zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium.
 
[5] Veranstaltung im Wahlpflichtbereich: Von den sieben angebotenen Lehrveranstaltungen bzw. Lehrveranstaltungsgruppen sind zwei im Umfang von je 4 LP zu absolvieren. Die Wahlpflichtveranstaltungen müssen thematisch so gewählt werden, dass sie zusätzlich zu den beiden Studienfächern zwei weitere Fächer abdecken. Von der Wahl ausgeschlossen sind demnach sowohl Veranstaltungen, die dem zweiten Studienfach des/der Studierenden entstammen, als auch die Kombinationen Nr. 1+2 sowie Nr. 6+7.
 
[6] Die schriftliche Ausarbeitung eines Referats zur griechischen Archäologie kann wahlweise in Modul B oder D erfolgen.
 
[7] Die schriftliche Ausarbeitung eines Referats zur römischen Archäologie kann wahlweise in Modul C oder E erfolgen.
 

[8] Abhängig vom Ziel kann die Exkursion im Anschluss an das Hauptseminar noch im Wintersemester oder aber im darauffolgenden Sommersemester stattfinden. Als alternative Leistung können in Ausnahmefällen auch 7 einzelne Exkursionstage angerechnet werden, soweit ein entsprechendes Angebot besteht. Über weitere Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss.

Erläuterungen:

AT: Aktive Mitarbeit
Aus: Ausstellung
F: Führung
GK: Grundkurs
H: regelmäßige Hausaufgaben
HS: Hauptseminar
K: Klausur
N: Nachweis
PS: Proseminar
R: Referat
RA: Referat mit schriftlicher Ausarbeitung
Sem.: empfohlenes Semester
THK: Take-Home-Klausur
TU: Tutorium
Ü: Übung
VL: Vorlesung

PHF-klar-A Einführung
PHF-klar-A1 Einführung in die Klassische Archäologie (PS) K 1.-2. - 2 12
Repetitorium (TU) 1
PHF-klar-A2   -  1. Einführung in die Prähistorische Archäologie (PS) [5] K 2
PHF-klar-A2   -  2. Einführung in die Historische Archäologie (PS) [5] K 2
PHF-klar-A2   -  3. Einführung Alte Geschichte (mit Selbststud.) (VL) [5] K 2
PHF-klar-A2   -  4a. Lateinische Literatur (VL) [5] - 2
PHF-klar-A2   -  4b. Einführung in die lateinische Philologie (Ü) [5] H+K 2
PHF-klar-A2   -  5. Einführung in die griechische Philologie (Ü) [5] M 2
PHF-klar-A2   -  6. Einführung in das Studium der Bildkünste (GK) [5] K 2
PHF-klar-A2   -  7. Einführung in das Studium der Architektur (GK) [5] K 2
PHF-klar-B Griechische Archäologie I
  Überblick über die griechische Archäologie I (VL) K 1./3. - 2 2
Ausgewählter Themenkomplex griechischer
Archäologie I (PS)
RA [6] 2 4/6
PHF-klar-C Römische Archäologie I
  Überblick über die römische Archäologie I (VL) K 2./4. - 2 2
Ausgewählter Themenkomplex römischer
Archäologie I (PS)
RA [7] 2 4/6
PHF-klar-D Griechische Archäologie II
  Überblick über die griechische Archäologie II (VL) K 1./3. - 2 2
Ausgewählter Themenkomplex griechischer
Archäologie II (PS)
RA [6] 2 4/6
PHF-klar-E Römische Archäologie II
  Überblick über die römische Archäologie II (VL) K 2./4. - 2 2
Ausgewählter Themenkomplex römischer
Archäologie II (PS)
RA [7] 2 4/6
PHF-klar-F Praxismodul I
  Museologische Übung (Antikensammlung) (Ü) R/THK/F/Aus 3.-5. 12 LP (Klass. Arch.) 2 8
Praktikum N 4 Wo.
PHF-klar-G Exkursion
  Befunde, Funde, Denkmälerkunde (HS) RA 3.-5. 24 LP (Klass. Arch.) 2 12
Exkursion [8] AT 7-10 Tage
PHF-klar-H Methodik
  Kolloquium der Klassischen Archäologie - (4.-) 6. Mod. A + 3 der Mod.
B-E
2 10
Hauptseminar Schwerpunkt Methodik (HS) RA 2
Studienfach 1 (Klassische Archäologie) gesamt 70

 

Profil Fachergänzung

Profil Fachergänzung
Modulnummer Modulname PL [1] im … Sem. Vor. [2] SWS [3] LP [4]

 

Fußnoten

[1] PL: im Rahmen der Module zu erbringende Modulprüfungen.

[2] Vor.: Zugangsvoraussetzung für das Modul.

[3] Semesterwochenstunde (SWS): Anzahl der Stunden pro Woche, die für eine Veranstaltung über den Zeitraum eines Semesters vorgesehen sind. „2 SWS“ bedeutet z. B., dass diese Veranstaltung ein Semester lang mit 2 Stunden/Woche durchgeführt wird.

[4] LP: Gemäß dem Europäischen System zur Anrechnung von Studienleistungen (ECTS) erhält man für jedes bestandene Modul eine bestimmte Anzahl von Leistungspunkten (LP). Möglich sind auch die Abkürzungen CP oder PP. Zum anrechenbaren Arbeits­aufwand (Workload) zählen vielfältige Leistungen, zum Beispiel die Vor- und Nachbereitung sowie der Besuch von Veranstaltungen. Ein Leistungspunkt entspricht etwa dem Aufwand von 25 bis maximal 30 Stunden Präsenz- und Selbststudium.
 

Erläuterungen:

j.n.M.: je nach Modul
Sem.: empfohlenes Semester

Module zur Wahl aus dem Angebot des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS)
 
  • Vernetzung mit anderen Fachaspekten
  • berufsfeldorientierte Fachkenntnisse
  • persönliche Kompetenzen
j.n.M. 1.-6. j.n.M. j.n.M. 20
Praxismodul
  Vorbereitende Lehrveranstaltung j.n.M. 1.-6. j.n.M. j.n.M. 10
Praktikum (6 bis 8 Wochen)
Profil Fachergänzung gesamt 30

 

Bachelorarbeit

Zur Bachelorarbeit kann zugelassen werden, wer durch Modulprüfungen in Pflicht- und Wahlpflichtmodulen mindestens 120 Leistungspunkte erworben hat.

Akkreditierung

Der Studiengang ist bis zum 17.06.2021 akkreditiert.

Als systemakkreditierte Universität führt der Geschäftsbereich Qualitätsmanagement die Akkreditierung der Studiengänge intern durch.