Studium

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Das Studienfach Marine Geosciences kann im Rahmen eines Ein-Fach-Masterstudiums im Umfang von 120 Leistungspunkten studiert werden.

Der Masterstudiengang Marine Geosciences stellt einen spezialisierten Studiengang dar und weicht daher im Aufbau von den anderen geowissenschaftlichen Studiengängen ab. Das Lehrangebot ist in drei Kategorien unterteilt, deren Module parallel studiert werden: Fachliche Grundlagen (40 LP), fachliche Vertiefung (36 LP) und übergreifende Inhalte (16 LP).

In den „fachlichen Grundlagen“ wird dem aktuellen Forschungsstand entsprechendes Grundlagen­wissen zu übergreifenden Themen der Physik der festen Erde vermittelt, z. B. geodynamische Konzepte und Fragestellungen, Erdbebenforschung und Potentialtheorie. In zwei Seminaren werden spezifische Themenkomplexe durch die Studierenden auf der Basis aktueller Fachliteratur selbst erarbeitet, in Vorträgen vermittelt und diskutiert. Die Lehrveranstaltungen dieses Bereiches er­strecken sich über alle vier Semester, wobei die Seminare, in denen die Studierenden selbst aktiv an der Vermittlung mitarbeiten, im 3. und 4. Semester liegen.

Der „fachlichen Vertiefung“ dienen Wahlpflichtmodule, die auf Mess- und Auswerteverfahren der marinen Geophysik, der terrestrischen angewandten Geophysik oder auf numerische Modelliertechniken und Geoinformationen einen Schwerpunkt setzen. Dazu gehören Themen wie marine Seismik, Satellitengeophysik, Hydrogeophysik und seismologische Mess- und Auswerteverfahren. Die Teilnahme an marinen oder terrestrischen Feldmesskampagnen und die projektorientierte Datenauswertung sind obligatorisch, da sie die Grundlage für die selbstständige Bearbeitung der Themen der Masterarbeit legen. Die Module dieses Bereiches enden nach drei Semestern.

Im Bereich „übergreifende Inhalte“, dessen Module sich vom 1.-3. Semester erstrecken, sollen die Studierenden Kenntnisse aus Nachbar- oder Hilfsdisziplinen erwerben, die das Geophysikstudium sinnvoll ergänzen. Dabei wird der Schwerpunkt primär auf Lehrveranstaltungen der marinen Geologie oder Ingenieurgeologie und der Meereskunde oder Ozeanographie gelegt. Grundsätzlich sollen jedoch Studierende die Möglichkeit haben, ihren persönlichen Interessen zu folgen.

Obligatorisch ist hingegen das neu eingeführte aktive Tutorium, in dem die Studierenden unter Anleitung lernen, Wissen an jüngere Semester weiterzuvermitteln, um so ihre eigenen Fähigkeiten im Bereich der Wissenschaftskommunikation zu verbessern.

Die Masterarbeit (30 LP) wird im 4. Semester angefertigt und hat einen zeitlichen Umfang von 6 Monaten. Ihre Ergebnisse werden in einem Forschungsseminar vorgestellt.

Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung.

Die Masterprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Arbeit bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

Die Regelstudienzeit für den Ein-Fach-Masterstudiengang Marine Geosciences beträgt 4 Semester.