Studium

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Das Medizinstudium ist in den ersten (vorklinischen), den zweiten (klinischen) und den dritten Studienabschnitt (Praktisches Jahr) gegliedert. Der erste (vorklinische) Studienabschnitt (1.-4. Semester) wird mit dem Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abgeschlossen. Der zweite (klinische) Studienabschnitt (5.-10. Semester) wird mit dem Zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung und der dritte Studienabschnitt (Praktisches Jahr / 11.-12. Semester) mit dem Dritten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung abgeschlossen.

Der erste (vorklinische) Studienabschnitt dient im Wesentlichen der Erfassung von Form und Funktion des gesunden Menschen. Es umfasst beispielsweise die Fächer Physik, Chemie, Biologie, Anatomie, Physiologie, Biochemie/Molekularbiologie, Embryologie, Topographische Anatomie, Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie sowie eine Einführung in die Klinische Medizin, eine Berufsfelderkundung und die Medizinische Terminologie. Eine detaillierte Auflistung der zu besuchenden Pflichtlehrveranstaltungen sowie der von der Fakultät empfohlenen vorbereitenden oder begleitenden Lehrveranstaltungen finden sich unter: www.medizin.uni-kiel.de/de/studium/medizin/. Abschluss des vorklinischen Studiums ist der Erste Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Gegenstand des zweiten (klinischen) Studienabschnitts sind die allgemeine und spezielle Krankheitslehre sowie die theo­retischen und die wichtigsten praktischen Grundlagen der klinischen Medizin.

Die Ausbildung in diesem Studienabschnitt findet beispielsweise in folgenden Fächern statt: Allgemein­medizin, Anästhesiologie, Arbeitsmedizin, Augenheilkunde, Chirurgie, Dermatologie, Venerologie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Humangenetik, Hygiene, Mikrobiologie und Virologie, Innere Medizin, Kinderheilkunde, Klinische Chemie, Laboratoriumsdiagnostik, Neurologie, Orthopädie, Pathologie, Pharmakologie und Toxikologie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Rechtsmedizin und Urologie.

Außerdem umfasst die Ausbildung beispielsweise: Epidemiologie, Notfallmedizin, Klinische Pharma­kologie/Pharmakotherapie, Prävention und Gesundheitsförderung, Naturheilverfahren, Bildgebende Verfahren, Strahlenbehandlung/Strahlenschutz, Rehabilitation, Physikalische Medizin, med. Biome­trie und med. Informatik, Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, Gesundheitsökonomie, Ge­sund­heitssystem und Öffentliche Gesundheitspflege, Infektiologie und Immunologie, Klinisch-Patho­logische Konferenz, Klinische Umweltmedizin und Medizin des Alterns und der alten Menschen.

In folgenden fünf Fächern müssen Blockpraktika besucht werden: Innere Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Frauenheilkunde und Allgemeinmedizin.

Im letzten Jahr des Medizinstudiums findet eine zusammenhängende praktische Ausbildung in den Universitätskliniken oder in den anderen Krankenhäusern (Lehrkrankenhäusern) von insgesamt 48 Wochen statt (Praktisches Jahr, PJ). Danach folgt der Dritte Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (mündlich-praktisches Examen). Damit ist das Studium der Medizin abgeschlossen.

Unterrichts- und Prüfungssprache ist Deutsch. Davon abweichend können einzelne in Gruppenform abgehaltene curriculare Lehrveranstaltungen auch englischsprachig gelehrt und geprüft werden, sofern ausreichend deutschsprachige Alternativkurse zur Verfügung stehen. Das Lehr- und Wahlfachangebot können grundsätzlich auch englischsprachige Lehrveranstaltungen und Prüfungen enthalten.

Die Regelstudienzeit beträgt (einschließlich der Prüfungszeit) sechs Jahre und drei Monate. Danach kann die Approbation, d. h. die Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes, beantragt werden.