Studien-Informations-Tage

Fächer:

Pharmazie
Arzneimittelforschung

Ort, Datum, Zeitpunkt, Hörsaal:

OHP 5 (Otto-Hahn-Platz 5)
Dienstag, 13.03.2018, 13.30 - 15.00 Uhr, Chemie-Hörsaal II

Referent:

Prof. Dr. Eric Beitz

Studiengänge und Abschlüsse:

Pharmazie

  • Staatsexamen
     

Arzneimittelforschung

  • Ein-Fach-Masterstudiengang, Master of Science (M.Sc.)
    (Weiterbildungsstudiengang)
     

Einige Inhalte der Veranstaltung:

Die Ausbildung des Apothekers und seine Tätigkeitsbereiche.

Das Studium der Pharmazie und die Erteilung der Approbation sind Voraussetzungen zur Führung der Berufsbezeichnung "Apotheker/in" und zur Ausübung des Apothekerberufs. Wichtig ist für angehende Apothekerinnen und Apotheker sowohl das Interesse an den Naturwissenschaften als auch das Interesse am Umgang mit Menschen. Das Arzneimittel steht im Zentrum apothekerlicher Tätigkeit und damit ist die Pharmazie eine multidisziplinäre Wissenschaft aus naturwissenschaftlichen Fächern wie z.B. Chemie und Biologie und medizinischen wie besonders Pharmakologie, also die Lehre von den Arzneimittelwirkungen.

Pharmazie ist damit ein "Life Science"-Studium mit allen Facetten und bildet sowohl anwendungs- als auch forschungsorientiert aus.

Die pharmazeutische Ausbildung umfasst

  1. ein Studium der Pharmazie von 4 Jahren an einer Universität;
  2. eine Famulatur von 8 Wochen;
  3. eine praktische Ausbildung von 12 Monaten;
  4. die Pharmazeutische Prüfung, die in 3 Prüfungsabschnitten abzulegen ist.
     

Die Prüfungsabschnitte der Pharmazeutischen Prüfung werden abgelegt:

  1. der Erste Abschnitt nach einem Studium der Pharmazie von mindestens zwei Jahren,
  2. der Zweite Abschnitt nach Bestehen des Ersten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung
    und einem Studium der Pharmazie von mindestens vier Jahren,
  3. der Dritte Abschnitt nach Bestehen des Zweiten Abschnitts und nach Ableistung der sich anschließenden praktischen Ausbildung, die zur Hälfte in einer öffentlichen Apotheke abgeleistet werden muss und zur anderen Hälfte in einer Krankenhausapotheke, in der Pharmazeutischen Industrie oder einer anderen Einrichtung, in der Apotheker/innen wesentliche Funktionen ausüben, abgeleistet werden kann. Nach Bestehen der Pharmazeutischen Prüfung kann die Approbation als Apotheker/in, d. h. die Erlaubnis zur Ausübung des Berufes, beantragt werden. Die Abbruchquote im Pharmaziestudium ist sehr niedrig. Darüber hinaus wird sehr effektiv sowie schnell studiert und die Regelstudienzeit in den meisten Fällen eingehalten.
     

Das Pharmazeutische Institut in Kiel verfügt über eine hervorragende Ausstattung, insbesondere im Bereich der pharmazeutischen Technologie und der Instrumentellen Analytik. Zu der Abteilung Pharmazeutische Biologie gehören ein eigener, umfangreicher Arzneipflanzengarten und eigene Gewächshäuser. Sämtliche Gebäude der Abteilung Pharmazeutische Chemie sind von Grund auf saniert worden, sodass die Studentenpraktika in neu ausgestatteten Laboren sowie die Vorlesungen in komplett neuen Hörsälen stattfinden können. Der überwiegende Teil der Vorlesungen wird jedes Semester angeboten.

In der Pharmazie ist die Promotion zum Dr. rer. nat. möglich. Während der Promotion kann außerdem an der Weiterbildung zum Fachapotheker für Pharmazeutische Analytik sowie Pharmazeutische Technologie teilgenommen werden. Die Weiterbildung dauert meistens drei Jahre und wird durch eine Prüfung beendet.

Aufgrund der sehr breiten Ausbildung sind Apotheker/innen in vielen Bereichen sehr gefragt. Apotheker/innen sind somit nicht nur in der öffentlichen Apotheke sondern z. B. auch in der Krankenhausapotheke tätig. Hier sind von den Bewerbern die Promotion sowie die Weiterbildung in Klinischer Pharmazie erwünscht. Apotheker/innen sind in der Pharmazeutischen Industrie vielseitig einsetzbar, hauptsächlich in der Entwicklung und Herstellung von Arzneimitteln sowie in Analytik, Qualitätskontrolle, Arzneimittelzulassung und Arzneimittelinformation. Die Promotion verbessert die Chancen für eine Industrie-Karriere. Die Vielseitigkeit des Apothekerberufes wird ferner durch seine Tätigkeiten in Prüfinstitutionen, Bundeswehr, PTA-Schulen, Universität, Umweltschutz und Fachverlage dokumentiert.

Insgesamt ist der Apotheker/die Apothekerin der Fachmann in allen Fragen der Arzneimittelherstellung, -prüfung und -abgabe.

Die Arbeitslosenquote ist extrem niedrig und liegt im Bereich der Orientierungsarbeitslosigkeit, sodass alle Pharmazeuten im erlernten Beruf eine Anstellung finden.

Ergänzendes Kennenlernangebot:

Uni und Campus