Studium

Gegenstand und Ziel des Faches

Gegenstand des Studiums

Die Biologie ist die Wissenschaft von der belebten Natur. Sie beschreibt und untersucht die Erscheinungsformen der Lebewesen, ihre Lebensäußerungen und ihre Beziehungen untereinander. Von der Natur der Organismen ausgehend, gibt es vier große Teilgebiete:

  • Botanik (Lehre vom Pflanzenreich),
  • Zoologie (Lehre vom Tierreich),
  • Anthropologie/Humanbiologie (Lehre vom Menschen) und
  • Mikrobiologie (Lehre von den Mikroorganismen).

Die Biowissenschaften lassen sich auch gliedern nach den Vorgängen und Gesetzen, die allen
Organismengruppen gemein sind. Solche Teilgebiete sind u. a.:

  • die Ökologie (Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und ihrer Umwelt),
  • die Zellbiologie (Lehre von den Eigenschaften und Funktionen der Zelle),
  • die Physiologie (Lehre von den biochemischen Funktionen und Leistungen),
  • die Molekularbiologie (Lehre vom molekularen Aufbau organischer Stoffe, insbesondere der Chemie und der Wirkungsweise der Erbfaktoren),
  • die Genetik (Vererbungslehre),
  • die Ethologie (Lehre vom Verhalten von Tieren) und
  • die Evolution (Entwicklungsgeschichte).

Einige Biowissenschaften mit eher anwendungsorientierten Problemstellungen haben auf Grund ihrer Mitwirkung an der Gestaltung zukünftiger Lebensbedingungen an Bedeutung gewonnen, z. B.:

  • die Biotechnologie (Entwicklung und industrielle Produktion von Waren und Dienstleistungen durch Verfahren, die biologische Organismen, Systeme und Prozesse einsetzen),
  • die Gentechnik (Technik der Erforschung, Veränderung und biotechnologischen Nutzung der Gene),
  • die Pharmakologie (Arzneimittelforschung),
  • die Ökotoxikologie (Erforschung der Giftstoffe in der Umwelt),
  • Fischereibiologie,
  • Meereskunde sowie
  • Natur- und Umweltschutz.

Die Biologie hat enge Beziehungen zu den Geowissenschaften, der Biochemie und Biophysik. Sie ist Grundlagenwissenschaft in der Medizin, der Pharmazie, den Agrarwissenschaften und den Ernährungswissenschaften.

Im Biologiestudium werden die Grundlagen der Fächer Botanik, Zoologie, Mikrobio­lo­gie, Genetik, Meeresbiologie, Ökologie und Biodiversitätsforschung vermittelt. Daneben sollen all­ge­meine Grund­kenntnisse der Naturwissenschaften das Verständnis biologischer Forschungsansätze fördern.
Studierende sollen die Befähigung zur Aufnahme des Zwei-Fächer-Masterstudienganges erwerben. Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang Biologie dient in erster Linie der fachlichen Ausbildung künf­ti­ger Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien und Gemeinschaftsschulen. Dazu wird die fachliche Ausbildung in den Fächern ergänzt durch ein erstes erziehungswissenschaftliches Modul und zwei Schulpraktika mit begleitenden Lehrveranstaltungen. Frühzeitig sollen die Studierenden ihre Neigung und Eignung zum Schulunter­richt erkennen können.
Mit Chemie, Physik oder Mathematik als zweitem Fach ist es in diesem Studiengang auch möglich, dass Absolventinnen und Absolventen beispielsweise Positionen in Forschungs- und Entwicklungslaboren, in der Qualitätskontrolle oder in Prüflaboren der Pharmaindustrie oder der Lebensmittelindustrie ausfüllen können.
Im Sinne der Polyvalenzforderung ist es mit diesen Fächerkombinationen, mit entsprechender Note und nach einem eventuell abzuleistenden Nachstudium, auch möglich, ein fachwissenschaftliches Masterstudium der Biologie anzuschließen.

In Kiel ist ein breites Spektrum biologischer Teildisziplinen vertreten. Schwerpunkte sind: Biotech­no­logie, Domestikationsforschung, Entwicklungsbiologie, Evolutionsforschung, Genetik, Gentechnik, Geobotanik, Limnologie, Molekularbiologie, Ökologie, Systematik und Zellbiologie.
Erweitert wird dieses Spektrum u. a. durch Kooperation mit folgenden Forschungseinrichtungen: Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR), Ökologie-Zentrum Kiel (ÖZK), Max-Planck-Institut in Plön, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum (FTZ), Forschungszentrum Borstel und die Bundesanstalt für Ernährung und Lebensmittel.

Persönliche Neigungen

Freude am Umgang mit lebenden Organismen, pädagogische Fähigkeiten sowie Freude an der Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen.

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