Studium

Auswahlverfahren für das erste Fachsemester in grundständigen Studiengängen (z.B. Quoten, Bescheidversand)

Hinweis:

Bewerbungen für ein 1.Fachsemester in grundständigen Studiengängen sind nur zu einem Wintersemester möglich.

Quoten:

Nach Festlegung der Anzahl der verfügbaren Studienplätze werden besondere Quoten vorweg abgezogen.

Vorabquoten:

  • Ausländerquote
  • bevorzugt Auszuwählende nach einem Dienst aufgrund eines früheren Zulassungsanspruchs
  • außergewöhnliche Härte
  • besondere Hochschulzugangsberechtigungen
  • Zweitstudium
  • Spitzensportlerquote

Anschließend werden die Hauptquoten vergeben.

Hauptquoten:

  • 20 % nach dem Grad der Qualifikation (Bestenquote)
  • 20 % nach der bisher erreichten Wartezeit (Wartezeitquote)
  • 60 % nach dem Ergebnis des Auswahlverfahrens; zurzeit Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung (Hochschulauswahlquote)

Näheres finden Sie in der Hochschulzulassungsverordnung der CAU Kiel.

Verfahren / Bescheidversand

Anfang bis Mitte August werden die Zulassungsbescheide aus dem Hauptverfahren versandt. Wer im Hauptverfahren nicht ausgewählt werden kann, erhält vorläufig noch keine Nachricht, sondern nimmt automatisch am Nachrückverfahren teil.

Anfang bis Mitte September, je nach Studiengang, werden Plätze, die im Hauptverfahren nicht besetzt werden konnten, in einem Nachrückverfahren vergeben. Wer auch hier nicht zugelassen werden kann, erhält im gleichen Zeitraum einen Ablehnungsbescheid. Abgelehnte Bewerber nehmen ohne erneute Erklärung an einem evtl. stattfindenden weiteren Nachrückverfahren teil.

Das reguläre Vergabeverfahren ist in der Regel eine Woche nach Vorlesungsbeginn, bzw. dann, wenn bereits alle Bewerber zugelassen sind, beendet.

Sind nach Verfahrensende noch oder wieder Studienplätze verfügbar, so werden diese in einem Losverfahren vergeben. Hier finden Sie Informationen zum Losverfahren.

Hinweise zu 2-Fächer Bachelor-Studiengängen

Bei einer Bewerbung für eine Studiengangkombination aus zwei bewerbungspflichtigen Fächern wird das Auswahlverfahren pro Studienfach durchgeführt. Es wird also pro Fach gesondert entschieden.

Es kann passieren, dass man im Hauptverfahren nur für eines seiner beantragten Fächer eine Zulassung erhält. In diesem Fall besteht die Möglichkeit, sich zunächst für eine Kombination mit einem weiteren zulassungsfreien Fach einzuschreiben und bei einer eventuellen späteren Zulassung für das zweite Fach auf das gewünschte Fach zu wechseln. Bitte wählen Sie diese Möglichkeit nur, wenn das zweite Fach für Sie wirklich eine sinnvolle Alternative darstellt.

Beachten Sie:
Wenn Sie an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind, sammeln Sie keine zusätzliche Wartezeit mehr an, sodass sich Ihre Zulassungskriterien für zukünftige Bewerbungen nicht verbessern.

Zudem besteht die Möglichkeit sich mit dem Studierendenservice in Verbindung zu setzen, um einen späteren Termin für die Einschreibung zu vereinbaren, um eine etwaige Zulassung im 1. Nachrückverfahren für das zweite Fach abzuwarten.
Auch wenn hier keine Zulassung für das zweite Fach erfolgen kann, muss nun die Entscheidung getroffen werden, ob die Einschreibung des ersten Faches mit einem weiteren kombinierbaren zulassungsfreien Fach erfolgen soll oder ob der zugesagte Studienplatz in diesem Fall nicht angenommen wird.

Allgemeine Hinweise

  • Jeder Bewerber kann lediglich mit einem Zulassungsantrag für einen Studiengang bzw. eine Studiengangskombination am Vergabeverfahren teilnehmen.
  • Sowohl bei einer Bewerbung im bundesweiten Auswahlverfahren über die Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS) in Dortmund als auch im Vergabeverfahren an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel sollte sicherheitshalber der zuerst zugewiesene Studienplatz angenommen werden.
    Im Falle einer zweiten Zulassung kann die Aufhebung oder der Wechsel der ersten Einschreibung erfolgen.
  • Bewerber, die zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits in dem beantragten Studiengang an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sind, können sich nicht in das 1. Fachsemester des entsprechenden Studiengangs bewerben.
  • Wer zur Ausschlussfrist eines Bewerbungszeitraumes das 55. Lebensjahr vollendet hat, kann am Vergabeverfahren nur beteiligt werden, wenn für das beabsichtigte Studium unter Berücksichtigung der persönlichen Situation des Bewerbers, schwerwiegende wissenschaftliche oder berufliche Gründe sprechen.

Bewerbung

Hier gelangen Sie zur Online-Bewerbung.

Ableistung eines Dienstes

Sie möchten an der Christian-Albrechts-Universität einen zulassungsbeschränkten Studiengang studieren, werden aber zunächst einen Jugendfreiwilligendienst (bisher FSJ, FÖJ), einen Entwicklungsdienst oder einen Dienst nach Artikel 12 a Grundgesetz (bisher Wehr- bzw. Zivildienst) ableisten?

Dann empfehlen wir Ihnen, sich bereits zu Beginn oder während des Dienstes zu bewerben.

Als Dienst gilt:

  • ein freiwilliger Wehrdienst oder ein Wehrdienst bis zur Dauer von drei Jahren
  • Zivildienst sowie Dienste im Ausland gem. § 14b Zivildienstgesetz (ZDG)
  • ein freiwilliges soziales Jahr
    ein freiwilliges ökologisches Jahr
    ein Europäischer Freiwilligendienst
    ein Internationaler Jugendfreiwilligendienst
    ein Bundesfreiwilligendienst
    die Förderprogramme "Weltwärts" und "Kulturweit" von jeweils mindestens sechsmonatiger Dauer
  • ein mindestens zweijähriger Dienst als Entwicklungshelfer/ -in,
  • die Betreuung oder Pflege eines leiblichen/adoptierten Kindes unter 18 Jahren oder eines pflegebedürftigen sonstigen Angehörigen bis zur Dauer von drei Jahren.

Bei Bürgern der EU/EWR und Bildungsinländern wird sowohl ein in Deutschland als auch ein im Ausland geleisteter Dienst (sofern er mit einem deutschen Dienst vergleichbar ist) berücksichtigt.

Sollten Sie eine Zulassung erhalten, können Sie Ihren Studienplatz zunächst nicht annehmen. Um Sie davor zu schützen, dass Ihnen bei einer erneuten Bewerbung Nachteile durch eine eventuelle Verschärfung der Auswahlgrenzen entstehen, haben Sie für den bereits zugelassenen Studiengang Anspruch auf bevorzugte Auswahl. Bitte bewahren Sie Bescheide der Universität für eine erneute Bewerbung gut auf.

Wie Sie Ihren Anspruch auf bevorzugte Zulassung geltend machen

Um Ihren Anspruch zu verwirklichen, müssen Sie sich nach Dienstende erneut bewerben.
Die Auswahl aufgrund des früheren Zulassungsanspruchs wird also nicht automatisch gewährt, sondern muss mit einer form- und fristgerechten Bewerbung beantragt werden.

Dem Antrag auf Zulassung sind dann eine amtlich beglaubigte Kopie der Dienstzeitbescheinigung, der frühere Zulassungsbescheid als einfache Kopie sowie eine einfache Kopie der Hochschulzugangsberechtigung (z.B. Abitur) beizufügen.

Derselbe Anspruch besteht auch, wenn zu Beginn oder während des Dienstes für einen Studiengang keine Zulassungsbeschränkung bestand und eine Zulassungsbeschränkung während der Dienstzeit eingeführt wird. Zum Zeitpunkt der Bewerbung wird automatisch geprüft, ob die Voraussetzungen für eine bevorzugte Auswahl erfüllt sind.

Wenn Sie sich nicht bis spätestens zum zweiten Bewerbungssemester nach dem Dienstende bewerben, verfällt Ihr Anspruch auf bevorzugte Auswahl.

Weitere Hinweise enthält das Merkblatt "Bevorzugte Auswahl nach einer Dienstleistung".

Sonderanträge für das erste Fachsemester (Härtefall, Nachteilsausgleich, Spitzensportler/-in)

Bevor Sie einen der folgenden Sonderanträge stellen, lesen Sie hierzu bitte unbedingt das Merkblatt "Sonderanträge für das erste Fachsemester".

Folgende Sonderanträge werden unterschieden:

Härtefallantrag

Bei Vorliegen einer außergewöhnlichen Härte kann ein Antrag auf bevorzugte Zulassung eingereicht werden (§ 30 Hochschulzulassungsverordnung).
Dafür müssen so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe bestehen, dass es Ihnen, auch bei Anlegung besonders strenger Maßstäbe, nicht zumutbar ist, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten.

Hier können Sie den Sonderantrag für erste Fachsemester herunterladen.

Antrag auf Nachteilsausgleich (Verbesserung der Durchschnittsnote)

Die Durchschnittsnote ist ein wesentliches Auswahlkriterium bei der Studienplatzvergabe.
Leistungsbeeinträchtigungen, die Sie beim Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung daran gehindert haben, eine bessere Durchschnittsnote zu erzielen, können daher ausgeglichen werden. Weisen Sie derartige Hinderungsgründe und deren Auswirkungen nach, nehmen Sie mit der verbesserten Durchschnittsnote am Auswahlverfahren teil.
Grund, Dauer, Auswirkungen sowie die sich daraus ergebende verbesserte Durchschnittsnote sind mit einem Schulgutachten im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie zu belegen.
Eine schriftliche Begründung ist als Nachweis für die Berechnung einer evtl. Notenverbesserung allein nicht ausreichend.

Hier können Sie den Sonderantrag für erste Fachsemester herunterladen.

Antrag auf Nachteilsausgleich (Verbesserung der Wartezeit)

Auch die Wartezeit ist bei der Studienplatzvergabe ein Auswahlkriterium.
Hat sich der Erwerb Ihres Abiturs durch Umstände, die Sie nicht selbst zu vertreten haben, verzögert, so können Sie einen Antrag auf Wartezeitverbesserung stellen. Ggf. wird dann bei der Auswahl nach Wartezeit ein früherer Zeitpunkt des Erwerbs der Hochschulzugangsberechtigung angenommen.
Auch hier gilt, dass der Nachweis des Grundes allein nicht für eine Berücksichtigung ausreicht. Sowohl Grund als auch Dauer der Verzögerung müssen durch eine Schulbescheinigung im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie belegt werden.

Hier können Sie den Sonderantrag für erste Fachsemester herunterladen.

Antrag Spitzensportlerinnen und Spitzensportler

Die Eigenschaft als Spitzensportlerin/oder -sportler sowie die Zugehörigkeit zum Kader einer Schwerpunktsportart des Landessportverbandes Schleswig-Holstein oder des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein ist bei der Studienplatzvergabe ein Auswahlkriterium (§ 27 Hochschulzulassungsverordnung).
Dem Antrag ist eine gemeinsame Bescheinigung des Landessportverbandes Schleswig-Holstein und des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein im Original oder als amtlich beglaubigte Kopie beizufügen.

Bei Fragen bezüglich der Bescheinigung wenden Sie sich bitte an den Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein

  • Petra Homeyer
    Außenstelle Kiel
    Soling 32
    24159 Kiel
    Tel. 0431 - 220 761 26
    Mobil 0173 - 912 66 69
    Fax 0431 - 220 762 26
    E-Mail: p.homeyer@osphh-sh.de

Hier können Sie den Sonderantrag für erste Fachsemester herunterladen.

Wartezeit und Wartezeitverbesserung

Bei der Auswahl nach Wartezeit wird die Rangfolge durch die Anzahl der Halbjahre, die seit dem Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung vergangen sind, bestimmt.
Die Gesamtzahl dieser Halbjahre wird um die Halbjahre reduziert, in denen Sie an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben waren (§ 29 Abs. 6 Hochschulzulassungsverordnung).

Wenn Sie vor Erwerb Ihrer Hochschulzugangsberechtigung eine Ausbildung gemacht haben, ist ggf. eine Verbesserung der Wartezeit möglich.

Weitere Hinweise finden Sie in diesem Merkblatt zur Wartezeitverbesserung durch Berufsausbildung/Berufstätigkeit.

Zweitstudium

Haben Sie bereits ein Studium an einer Hochschule in Deutschland erfolgreich abgeschlossen und möchten sich für einen anderen Studiengang ins erste Fachsemester bewerben, dann können Sie nur im Rahmen der Quote für ein Zweitstudium berücksichtigt werden (§ 32 Hochschulzulassungsverordnung).

Weitere Hinweise finden Sie in folgendem Merkblatt zur Bewerbung als Studienanfänger/-in für ein Zweitstudium.

Hier können Sie den Sonderantrag zur Bewerbung für ein Zweitstudium herunterladen.