Studium

Einschreibung in Masterstudiengänge mit „vorläufigem Zeugnis“

Voraussetzung für den Zugang zum Masterstudium ist nach § 49 Abs. 4 und 5 Hochschulgesetz Schleswig-Holstein ein erster Hochschulabschluss (i. d. R. Bachelor).

Da das Abschlusszeugnis zum Zeitpunkt der Bewerbung / Einschreibung aber oftmals noch nicht vorliegt, haben Sie dennoch die Möglichkeit sich zu bewerben / einzuschreiben und Ihr Masterstudium direkt anzuschließen, sofern Ihnen bei der Bewerbung / Einschreibung nicht mehr als 30 Leistungspunkte bis zum Abschluss fehlen.

Die Aufnahme des Masterstudiums erfolgt in diesem Fall auf Grundlage eines "vorläufigen Zeugnisses" (Leistungsübersicht/Transcript of Records).

Wird für das Masterstudium ggf. das Erreichen einer bestimmten Mindestnote im Bachelor gefordert (Übersicht der Mindestzugangsnoten zum Masterstudium) gefordert, ist die im vorläufigen Zeugnis ausgewiesene aus den bisher erbrachten Prüfungsleistungen ermittelte Durchschnittsnote maßgeblich. Bei der Rangbildung im Vergabeverfahren für zulassungsbeschränkte Masterstudiengänge wird ebenfalls die vorläufige Durchschnittsnote zu Grunde gelegt.

Wenn Sie für die Einschreibung ein "vorläufiges Zeugnis" einreichen, erfolgt auch die Einschreibung in den Master vorläufig. Bei der Aufnahme des Studiums zu einem Wintersemester muss der Bachelorabschuss dann jedoch spätestens am 10.12., bei der Aufnahme des Studiums zu einem Sommersemester spätestens am 10.06. vorliegen.

Sobald Sie Ihr Bachelorzeugnis vor Fristablauf beim Studierendenservice vorlegen, bzw. der Studierendenservice bei Fristablauf feststellt, dass Sie inzwischen den Bachelorabschluss erreicht haben, wird der Status Ihrer Einschreibung auf "endgültige Einschreibung im Masterstudiengang" geändert. Können Sie den Nachweis nicht bis zum Fristende erbringen, erlischt Ihre vorläufige Mastereinschreibung.

Eine vorläufige Einschreibung geschieht auf eigene Verantwortung. Das vorläufige Masterstudium ist mit einem gewissen Risiko verbunden, welches Sie kennen sollten, bevor Sie sich dafür entscheiden.

Bei Nichteinhalten der Nachweisfrist erlischt Ihre Mastereinschreibung, woraus sich folgende Konsequenzen ergeben:

  1. Sie dürfen ab diesem Zeitpunkt (mitten im Semester) nicht mehr an den bisher besuchten Masterveranstaltungen teilnehmen.
  2. Bereits erbrachte veranstaltungsbegleitende Leistungen werden nicht verbucht.
  3. Sie dürfen weder im ersten noch im zweiten Prüfungszeitraum an Masterprüfungen teilnehmen, da Sie die Voraussetzung der Einschreibung in den Masterstudiengang (§ 8 Abs. 6 PVO, § 37 HZVO) für dieses Semester nicht mehr erfüllen.

Eine Einschreibung mit "vorläufigem Zeugnis" sollten Sie daher nur in Erwägung ziehen, wenn Sie mit großer Sicherheit davon ausgehen, die Nachweisfrist einhalten zu können.

Hiesigen Bachelorstudierenden wird die Rückmeldung in ihren bisherigen Studiengang empfohlen, wenn bei der Einschreibung in den Master voraussichtlich noch kein Abschlusszeugnis vorgelegt werden kann. Damit bleibt es bei einer endgültigen Einschreibung im Bachelor in Verbindung mit einer vorläufigen Einschreibung im Master.

Nach Beendigung des Bachelorstudienganges wird Ihr Status dann auf die endgültige Einschreibung im Masterstudiengang geändert.

Mit der vorläufigen Einschreibung ist die BAföG-Förderung für den Master möglich (siehe § 7 Abs. 1a Satz 3 BAföG).