Studium

Nachteilsausgleiche im Studium und in Prüfungen

Nachteilsausgleiche sind ein wichtiges Instrument, um chancengleiche Teilhabe im Studium herzustellen und Diskriminierungen zu vermeiden. Nachteilsausgleiche sollen individuell und situationsbezogen beeinträchtigungsbedingte Benachteiligungen kompensieren. Dafür müssen sie erforderlich und angemessen sein. Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten haben einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Nachteilsausgleiche im Studium und bei Prüfungen. Die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen wird nicht im Zeugnis vermerkt.

Nachteilsausgleich für Studierende mit Behinderung/chronischer Krankheit

Nach der Prüfungsverfahrensordnung für Bachelor- und Masterstudiengänge, § 12, bzw. der Prüfungsverfahrensordnung (andere Abschlüsse)*, § 8, können die Prüfungsausschussvorsitzenden für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit abweichende Prüfungsregelungen zulassen, wenn die Studierenden nachweisen, dass sie die Prüfungsleistungen aufgrund ihrer Beeinträchtigung ganz oder teilweise nicht in der vorgesehenen Form ableisten können. Diese Regelung gilt entsprechend für das Ablegen von Studienleistungen.

Die Behinderung oder chronische Krankheit muss durch geeignete Nachweise glaubhaft gemacht werden. Aus den Unterlagen sollte hervorgehen, welche konkreten studienrelevanten Beeinträchtigungen sich aus der Behinderung oder chronischen Krankheit ergeben.
Als Nachweise eignen sich z.B.:

  • (fach-)ärztliche Atteste und Stellungnahmen von approbierten psychologischen Psychotherapeuten
  • Behandlungsberichte von Krankenhaus- und Reha-Aufenthalten
  • Stellungnahmen von Reha-Trägern oder Bewilligungsbescheide von Trägern der Eingliederungshilfe
  • Schwerbehindertenausweis bzw. Feststellungsbescheid des Versorgungsamtes etc.


Mögliche Prüfungsmodifikationen können z. B. sein:

  • Verlängerung der Prüfungsfristen
  • Verlängerung der Bearbeitungszeiten für Prüfungsleistungen
  • schriftliche Ergänzung zur mündlichen Prüfung
  • schriftliche statt mündlicher Prüfung, mündliche statt schriftlicher Prüfung
  • Hausarbeit statt Referat
  • Nutzung von technischen Hilfsmitteln, Personelle Hilfe,
  • Abänderungen von Praktikums- oder Exkursionsbestimmungen
     

Informationen zum genauen Vorgehen, zu den Fristen und zu den erforderlichen Nachweisen erhalten Sie beim zuständigen Prüfungsamt.
Prüfungsämter für Bachelor- und Masterstudiengänge
Prüfungsämter für Studiengänge mit Abschluss Diplom, Magister, Staatsexamen und kirchlicher Abschluss

Gesetzliche Grundlagen


* gilt für alle Zwischen- und Abschlussprüfungen, für deren Regelung die Christian-Albrechts-Universität zuständig ist