Studium

Allgemeines zu Modulen, Prüfungsleistungen, Leistungspunkten, Benotungssystem

Module

Rechtsgrundlage: § 3 PVO

Das Bachelor- und Masterstudium ist modularisiert, d. h. mehrere thematisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen sind zu Modulen zusammengefasst. In den einzelnen Modulen werden die zu erwerbenden Kompetenzen als Teil der Gesamtqualifikation des jeweiligen Studienganges vermittelt. Jedem Modul sind Leistungspunkte (nach den Vorgaben des European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS)) zugeordnet, die durch den Besuch aller zum Modul zugeordneten Veranstaltungen und durch das Absolvieren aller verpflichten Prüfungen erworben werden.

Leistungspunkte

Leistungspunkte stellen eine Maßeinheit für den durchschnittlichen studentischen Arbeitsaufwand dar. Der Arbeitsaufwand umfasst neben der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls auch die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs, die Zeit, die für das Erstellen von Protokollen, Referaten, Hausarbeiten etc. benötigt wird, sowie die Vorbereitung und das Absolvieren von Prüfungen.

1 Leistungspunkt = 30 Arbeitsstunden

1 Semester = 30 Leistungspunkte = 900 Arbeitsstunden

6 Semester (Bachelor) = 180 Leistungspunkte = 5400 Arbeitsstunden

4 Semester (Master) = 120 Leistungspunkte = 3600 Arbeitsstunden

Prüfungsleistungen

Rechtsgrundlage: § 10 PVO

In den Modulen ist neben der regelmäßigen aktiven Teilnahme an Lehrveranstaltungen auch das Erbringen von Prüfungsleistungen vorgesehen. Mit den Prüfungsleistungen wird das Erreichen des Lernziels überprüft. Prüfungsleistungen können zum Beispiel Referate, Hausarbeiten oder Klausuren sein.

Sind mehrere Prüfungsleistungen in einem Modul vorgesehen, bildet sich aus den erzielten Einzelnoten nach erfolgreichem Abschluss eines Moduls die Modulnote. Diese geht in der Regel in die Gesamtnote des Bachelor- bzw. Masterstudiums mit ein.

Da das Bestehen aller vorgesehenen Prüfungsleistungen Voraussetzung für den Abschluss des Studiums ist, sind alle Prüfungsleistungen zeugnisrelevant und somit anmeldepflichtig.

Benotungssystem

Rechtsgrundlage: § 16 PVO

Die Notenskala für bestandene, benotete Prüfungen erstreckt sich von 1,0 für „sehr gut“ bis 4,0 für „ausreichend“:

1 = Sehr gut = eine hervorragende Leistung,

2 = Gut = eine Leistung, die erheblich über den durchschnittlichen Anforderungen liegt,

3 = Befriedigend = eine Leistung, die den durchschnittlichen Anforderungen entspricht

und

4 = Ausreichend = eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt.

Für eine differenziertere Beurteilung können die Noten um einen Zwischenwert von 0,3 erhöht oder erniedrigt werden, wobei aber die Notenwerte 0,7, 4,3, 4,7 und 5,3 ausgeschlossen sind.

Ab einer Bewertung schlechter als 4,0 gilt eine Leistung als „nicht ausreichend“ (eine Leistung, die wegen erheblicher Mängel den Anforderungen nicht mehr genügt), für nicht bestandene Prüfungen wird die Note 5,0 verwendet.

Bei "errechneten" Noten sind auch weitere Zwischennoten als die um 0,3 erhöhten bzw, erniedrigten möglich. Errechnete Noten bilden sich aus zwei oder mehr Teilnoten für eigenständige Prüfungsleistungen, Module etc.. In den (Fach-)Prüfungsordnungen ist festgelegt, in welchem Verhältnis die Teilnoten in die Modul-, Fach- oder Gesamtnote eingehen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt, alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen.

Die Note lautet

bis 1,5 = Sehr gut,

von 1,6 bis 2,5 = Gut,

von 2,6 bis 3,5 = Befriedigend,

von 3,6 bis 4,0 = Ausreichend und

ab 4,1 = Nicht ausreichend.

Bildung der Fach- bzw. Gesamtnote

Rechtsgrundlage: § 17 PVO

Die Bachelor- oder Masterprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung und im Fall der Zwei-Fächer-Studiengänge zusätzlich der Zwei-Fächer-Prüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Arbeit bestanden wurden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

In den Fachprüfungsordnungen ist festgelegt, welche Modulnoten mit welchem Gewicht in die Berechnung der Fachnote eingehen. So kann sich z. B. die Fachnote aus dem arithmetischen Mittel der Modulnoten bilden oder es kann eine Wichtung der Modulnoten mit den zugeordneten Leistungspunkten vorgesehen sein oder es können nur einzelne Modulnoten eingehen.

In den Fachprüfungsordnungen der Ein-Fach-Studiengänge ist zusätzlich die Berechnung der Gesamtnote mit angeben, die sich aus der Fachnote und der Note für die Bachelor- bzw. Masterarbeit bildet.

Für die Zwei-Fächer-Studiengänge ist die Gesamtnotenberechnung in der Zwei-Fächer-Prüfungsordnung angegeben. Die Gesamtnote bildet sich aus den beiden Fachnoten, der Note für die Bachelor- bzw. Masterarbeit sowie ggf. der Note für den Profilierungsbereich (nur Profil Lehramt an Gymnasien und Profil Handelslehrer).