Studium

Profil Lehramt an Gymnasien

Zusätzlich zum Fachstudium sind im Profil Lehramt an Gymnasien im Master of Education folgende Studieninhalte zu absolvieren:

Modul Pädagogik: Lehren und Lernen 2:
Das Modul „Lehren und Lernen 2“ baut auf das Modul „Lehren und Lernen 1“ des Bachelorstudiengangs auf. Dieses Modul hat einen Pflicht- und einen Wahlpflichtanteil. Für alle Studierenden im 1. Semester des Masterstudiengangs ist die Vorlesung „Lehren und Lernen 2: Unterricht reflektieren und verbessern“ Pflicht. Dazu wählen die Studierenden ein Seminar, das sie als Wahlpflichtlehrveranstaltung zusätzlich zu der genannten Pflichtvorlesung belegen. In dem Modul „Lehren und Lernen 2“ werden speziell schulorientierte Kompetenzen vermittelt, die in einem engen Konnex zur erziehungswissenschaftlichen Theoriebildung stehen. In Anlehnung an das Leitbild für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung der Christian-Albrechts-Universität geht es hierbei um die Entwicklung der professionellen Kompetenz der Lehramtsstudierenden im Bereich des pädagogischen Wissens. Vor dem Hintergrund der im Bachelorstudium gesammelten Praxiserfahrungen sollen die Studierenden in diesem Modul verschiedene Perspektiven auf die Unterrichtsqualität mit ihren Chancen und Grenzen kennenlernen. Dazu werden Strategien und Methoden der Unterrichtsforschung eingeführt und zentrale Ergebnisse der Forschung vorgestellt. Darüber hinaus sollen die Studierenden dazu in die Lage versetzt werden, selbst Instrumente zur Erfassung von Unterrichtsqualität einzusetzen und zu reflektieren. Schließlich geht es in diesem Modul um die Fähigkeit der Studierenden, ihre Tätigkeit sowie ihre berufsbezogenen Wertvorstellungen und Einstellungen vor dem Hintergrund einschlägiger und aktueller Diskussionen und Erkenntnisse der Pädagogik zu begreifen und den Prozess lebenslangen Weiterlernens in die Hand zu nehmen.

Wahlpflichtmodul: Reflexion und Urteilskraft oder Lehren und Lernen 3:
Die Studierenden wählen eines der Module „Philosophische Reflexion und ethische Urteilskraft“ oder „Soziologische Reflexion und soziale Ungleichheit“oder belegen aus den Wahlpflichtmodulen „Lehren und Lernen 3“ des Instituts für Pädagogik ein Modul, aus dem noch nicht im Rahmen des Moduls „Lehren und Lernen 2“ ein Seminar absolviert worden ist. Das Wahlpflichtmodul dient dazu, den Studierenden die philosophische bzw. soziologische Perspektive als eine übergeordnete Reflexionsmöglichkeit hinsichtlich der Ziele von Bildung allgemein, des Berufsbilds einer Lehrkraft und des Berufsfelds Schule zu eröffnen bzw. bietet es eine zusätzliche Möglichkeit, die Kenntnisse in der Pädagogik zu vertiefen.

Modul Psychologie: Psychologie des Lehrens und Lernens:
Psychologie als Wissenschaft vom Verhalten und Erleben entwickelt elaborierte Bestände von Theorien und empirischen Befunden, auf deren Basis die Prozesse des Unterrichtens und Erziehens beschrieben, erklärt, vorhergesagt und beeinflusst werden können. In diesem Modul werden in zwei Vorlesungen schulbezogenes psychologisches Fachwissen zu den Determinanten der Schulleistung und methodisches Wissen zu psychologischen Denkweisen vermittelt. Zudem werden kognitive und motivationale Aspekte von Lehr- und Lernprozessen schulbezogen dargestellt. In den Seminaren werden die Inhalte vertiefend reflektiert.

Module im Praxissemester:
Das dritte Mastersemester ist ein sogenanntes Praxissemester, dessen Kern ein umfangreicheres schulisches Praktikum ist, das durch eine theoretische, die einzelnen Bestandteile aufeinander abstimmende wissenschaftliche Reflexion bei den Studierenden eine forschende Grundhaltung erzeugt und die Befähigung ausbildet, fachliches, fachdidaktisches und pädagogisches Wissen in der Unterrichtspraxis aufeinander zu beziehen, so dass sie wechselseitige Bezüge zwischen Theorie und Praxis herstellen können. Dazu besteht das Praxissemester aus verschiedenen Modulen, die unter der inhaltlichen Leitlinie „Umgang mit Heterogenität und Inklusion“ interdisziplinär miteinander vernetzt sind. Erste Grundlage dieses Praxissemesters sind die pädagogisch-psychologische sowie die pädagogische Einführung in Modelle und Forschungserkenntnisse zu Fragen von Heterogenität und Inklusion in Lehr- und Lernsituationen. In einer bildungswissenschaftlichen sowie in den fachdidaktischen Vorbereitungsveranstaltungen wird unter demselben Aspekt auf das schulische und fachunterrichtliche Lernen vorbereitet.
In den Modulen „Inklusion in der Schule: Heterogenität und Sprachbildung“, „Pädagogische Vorbereitung im Praxissemester“, sowie in den fachdidaktischen Vorbereitungen im Praxissemester in beiden Fächern sind insgesamt vier Prüfungsleistungen (drei Portfolios und eine mündliche Prüfung) erfolgreich zu absolvieren. Die Studierenden wählen aus, in welchem der vier Module sie die mündliche Prüfung absolvieren wollen. In den anderen drei Modulen ist jeweils ein Portfolio zu erbringen. Ein Rechtsanspruch auf die gewählte Prüfungsform wird hierdurch nicht begründet. In den Modulen "Inklusion in der Schule: Heterogenität und Sprachbildung" und "Pädagogische Vorbereitung im Praxissemester" wird die maximale Anzahl der Studierenden, die in Form einer mündlichen Prüfung geprüft werden können, begrenzt. Einzelheiten hierzu werden rechtzeitig zu Beginn des jeweiligen Semesters in geeigneter Weise bekannt gegeben. Die nachfolgende Umsetzung in der Schulpraxis wird durch ein Zwischentreffen begleitet.
Die regelmäßige Teilnahme an den praktischen Übungen in den Modulen „Inklusion in der Schule: Heterogenität und Sprachbildung“, „Pädagogische Vorbereitung im Praxissemester“ sowie in den fachdidaktischen Vorbereitungen im Praxissemester in beiden Fächern ist Voraussetzung für den Zugang zum Praktikum.
Darüber hinaus sind im Rahmen des Masterpraktikums Leistungen gemäß der Praktikumsordnung zu erbringen.
Die Lehrveranstaltungen, die von den Studierenden nach dem Studienverlaufsplan im dritten Fachsemester des Master of Education belegt werden, finden während des Wintersemesters zwischen Semesteranfang und Weihnachten statt (sog. verkürztes Semester).