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Deutsch

Die Lehrinhalte im Bachelorstudiengang Deutsch werden im Rahmen von Modulen erarbeitet, die thematisch oder methodisch zusammenhängende Lehrveranstaltungen bündeln. Die Module haben einen Umfang von in der Regel 2 bis 6 SWS und erstrecken sich über ein oder zwei Semester. Im ersten Studienjahr werden drei Grundlagenmodule absolviert. Das zweite Studienjahr umfasst zwei Vertiefungsmodule und ein Komplementärmodul. Im dritten Studienjahr werden ein Spezialisierungs­modul und ein Komplementärmodul gewählt.

Der Bachelorstudiengang Deutsch gliedert sich in die drei Bereiche Ältere Deutsche Literatur (ÄDL), Neuere Deutsche Literatur und Medien (NDL) und Deutsche Sprachwissenschaft (SPR).

Da im ersten Studienjahr alle drei Bereiche gleichermaßen vertreten sind, hat das erste Jahr primär Orientierungs- oder Grundstudiumscharakter.

Im zweiten Jahr erfolgt die Schwerpunktbildung durch Konzentration auf zwei der drei Bereiche, während der dritte Bereich im zweiten Studienjahr nur als Komplementärmodul fortgeführt wird. Im dritten Studienjahr werden die beiden Vertiefungsmodule des zweiten Studienjahres in unterschiedlicher Gewichtung fortgeführt: eines als umfangreicheres Spezialisierungsmodul, das andere als reduziertes Komplementärmodul.

In folgenden Fachbereichen erwerben die Studierenden fachliches Grundwissen:

Neuere Deutsche Literatur und Medien:

  • Überblickswissen über die Geschichte der neueren deutschen Literatur (ab 1600) im Kontext der europäischen Literatur-, Medien-, Ideen- und Kulturgeschichte
  • Grundlagen der methodengeleiteten Erschließung und Vermittlung literarischer Texte bzw. audio­visueller Medien
  • Problembewusstsein zu wissenschaftlichen Verfahren der Begriffsbildung (Epochen, Gattungen, Methodologien)
  • Grundkenntnisse in aktuellen wie historischen Literatur- und Medientheorien
  • Grundkenntnisse in den Basis-Disziplinen Rhetorik, Poetik/Ästhetik, Narratologie
     

Ältere Deutsche Literatur:

  • Überblickswissen über die Geschichte der älteren deutschen Literatur (750-1600) im Kontext der Literatur-, Medien-, Ideen- und Kulturgeschichte des europäischen Mittelalters
  • Lese- und Übersetzungskompetenz für ältere Sprachstufen des Deutschen
  • Grundlagen der methodengeleiteten Erschließung der älteren deutschen Literatur
  • Problembewusstsein für die Alterität der mittelalterlichen Literatur
  • Problembewusstsein für wissenschaftliche Verfahren der Begriffsbildung (Epochen, Gattungen, Methodologien)
     

Deutsche Sprachwissenschaft:

  • Grundlagenwissen zu den verschiedenen Systemebenen der deutschen Sprache (Phonologie, Orthographie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik, Textsorten), wahlweise mit Bezug auf das Hochdeutsche oder Niederdeutsche
  • Überblick über die wichtigsten historischen Entwicklungsstränge der deutschen Sprache sowohl in Bezug auf die Sprachepochen (Althochdeutsch / Altsächsisch, Mittelhochdeutsch / Mittel­nieder­deutsch, Frühneuhochdeutsch / Frühneuniederdeutsch, Neuhochdeutsch / Neuniederdeutsch) als auch in Bezug auf die historischen Längsschnitte in den Bereichen Phonologie, Graphematik, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik.
  • Entwicklung eines Problembewusstseins für sprachwissenschaftliche Problemstellungen, Unter­suchungsmethoden und Theorieansätze
  • Grundkenntnisse über die wichtigsten Forschungsparadigmen in der zeitgenössischen deutschen Sprachwissenschaft
     

Niederdeutsche Sprach- und Literaturwissenschaft:

  • Das fachliche Grundwissen entspricht dem unter Neuerer deutscher Literatur und Medien, Älterer deutscher Literatur und Deutscher Sprachwissenschaft Aufgeführten, bezieht sich aber immer auf niederdeutsche Inhalte.
     

In folgenden Bereichen erwerben die Studierenden Medienkompetenz:

Neuere Deutsche Literatur und Medien:

  • Fähigkeit, literarische Texte in ihrer Konstruiertheit zu reflektieren und in historischen Zusammen­­hängen zu problematisieren
  • Fähigkeit, Problemzusammenhänge in mündlicher wie schriftlicher Form sachgerecht aufzube­reiten und – unter Medieneinsatz – zielgruppenspezifisch zu vermitteln
     

Ältere Deutsche Literatur:

  • Fähigkeit, literarische Texte in ihrer spezifischen Konzeptualisierung und Alterität zu beschreiben und in historische Zusammenhänge problemorientiert einzuordnen
  • Fähigkeit, Problemzusammenhänge in mündlicher wie schriftlicher Form sachgerecht aufzu­be­reiten und zielgruppenspezifisch zu vermitteln
     

Deutsche Sprachwissenschaft:

  • Fähigkeit, sprachliche Äußerungen der Gegenwart in ihren unterschiedlichen medialen Erschei­nungsformen im Hinblick auf die sie konstituierenden sprachlichen Merkmale mithilfe eines sprachwissenschaftlichen Methodenarsenals zu erfassen, zu analysieren und zu reflektieren
  • Fähigkeit, historische Texte mithilfe des Methodenarsenals der historischen Sprachwissenschaft zu erfassen, zeitlich, räumlich und sozial zu situieren und ihren Quellenstatus angemessen zu reflektieren
  • Fähigkeit, Problemzusammenhänge in mündlicher wie schriftlicher Form sachgerecht aufzu­bereiten und – unter Medieneinsatz – zielgruppenspezifisch zu vermitteln
     

Die Kompetenzen können wahlweise im Umgang mit hochdeutschen oder niederdeutschen Textmaterialien erworben werden.

Niederdeutsche Sprach- und Literaturwissenschaft:

  • Die Methodenkompetenz entspricht dem unter Neuerer deutscher Literatur und Medien, Älterer deutscher Literatur und Deutscher Sprachwissenschaft Aufgeführten, bezieht sich aber immer auf niederdeutsche Inhalte.