Studium

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Die Regelstudienzeit beträgt 5 Jahre.

Das Theologiestudium setzt ausreichende Kenntnisse in Latein (Latinum), Griechisch (Graecum) und Hebräisch (Hebraicum) voraus. Soweit die Sprachkenntnisse nicht durch das Reifezeugnis oder ein gleichgestelltes Zeugnis nachgewiesen werden, müssen die Studierenden die erforderlichen Sprachprüfungen zu Beginn parallel zum Studium ablegen. Das Hebraicum kann an der Theologischen Fakultät, Latinum und Graecum am Institut für Klassische Altertumskunde der Philosophischen Fakultät erbracht werden.

Die Regelstudienzeit für den Studiengang Evangelische Theologie mit dem Abschluss Erste Theolo­gische Prüfung und Diplom beträgt zehn Semester, beinhaltend vier Semester Grundstudium, vier Semester Hauptstudium und zwei Semester Integrations- und Examensphase. Die Regelstudienzeit verlängert sich pro zu lernender Sprache um ein Semester, höchstens jedoch um zwei.

Zulassungsvoraussetzung für die Diplomprüfung oder die Erste Theologische Prüfung ist unter anderem der Nachweis über die Zugehörigkeit zu einer evangelischen Kirche oder einer anderen Mitgliedskirche des Ökumenischen Rates der Kirchen.

Das Studium ist in Grundstudium und Hauptstudium gegliedert.

Im Grundstudium gewinnen die Studierenden Einsicht in den thematischen Zusammenhang und Aufbau der wissenschaftlichen Theologie und erlernen die Methoden wissenschaftlichen Arbeitens in den Disziplinen Altes Testament, Neues Testament, Kirchengeschichte sowie Systematische Theologie und Praktische Theologie. Ferner wird das grundlegende Fachwissen erworben. Dafür wird in den genannten fünf theologischen Disziplinen je ein Basismodul, bestehend aus Über­blicks­vorlesung, Proseminar und vertiefender Übung belegt. Hinzu kommen im Pflichtbereich ein interdisziplinäres Modul sowie entweder ein Modul Philosophie oder ein Modul Religionswissenschaft/ Interkulturelle Theologie/Ökumene. Die Studierenden mit dem Ziel Erste Theologische Prüfung absolvieren zudem ein 4-wöchiges qualifiziert begleitetes Gemeindepraktikum mit vorbereitender Übung. Zusätzlich müssen 20 LP im Wahlpflichtbereich (bzw. 26 für Studierende mit dem Ziel Diplom) erworben werden. Das Grundstudium wird mit dem Modul "Grundwissen Theologie – Wiederholung und Vertiefung (DKA-GTh)" abgeschlossen, das in der Regel nach dem vierten bzw. (wenn zwei oder mehr Sprachen gelernt werden müssen) nach dem sechsten Semester absolviert wird. Das Modul wiederholt und vertieft den Stoff des Grundstudiums und bereitet die Studierenden durch Beratung und Übungsklausuren auf die das Grundstudium abschließenden Prüfungen vor. Das Modul wird mit einer schriftlichen und zwei mündlichen Prüfungsleistungen abgeschlossen. Näheres regelt §18 Abs 2 DPO.

Das Hauptstudium dient der Erweiterung und Vertiefung des im Grundstudium erworbenen Wissens. Die Studierenden belegen in jeder theologischen Disziplin ein Aufbaumodul sowie ein interdiszi­pli­näres Modul und das Modul Religionswissenschaft/Interkulturelle Theologie/Ökumene bzw. Philosophie. Die zweisemestrige Integrations- und Examensphase dient anschließend der Vorbereitung auf die Erste Theologische Prüfung bzw. die Diplomprüfung. Sie wird von zwei Integrationsmodulen begleitet.

Wird das Studium mit der Ersten Theologischen Prüfung abgeschlossen, ist dies eine kirchliche Prüfung, die von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland abgenommen wird. Das Diplom hingegen wird von der theologischen Fakultät abgenommen. In beiden Fällen bestehen die Examina aus einem schriftlichen Teil (wissenschaftliche Hausarbeit, Predigtausarbeitung, Klausuren) sowie mündlichen Prüfungen.

Für die kirchliche Anstellung beginnt nach Bestehen der Ersten Theologischen Prüfung in der Regel der kirchliche Vorbereitungsdienst (Vikariat). Er wird abgeleistet

  • in der Gemeinde,
  • in der Schule und
  • im Predigerseminar.
     

Die Dauer des Vorbereitungsdienstes beträgt in der Regel zweieinhalb Jahre, in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Norddeutschlands beispielsweise 29 Monate. An den Vorbereitungsdienst schließt sich die Zweite Theologische Prüfung an. Sie besteht aus einem schriftlichen Teil, der während des Dienstes angefertigt wird, und einer mündlichen Prüfung.