Studium

Gegenstand des Studiums

Ökologisch gesehen lohnt es sich schon einen neuen Solarzellentyp zu produzieren, wenn dessen Wirkungsgrad mind. 0.1% besser ist, als der des Vorgängers. Allerdings bedeutet dies meist auch den Bau einer neuen Fabrik mit allen Ressourcen und Prozessen. Technisch ist vieles machbar, aber ist es auch finanzierbar und wird es sich mittel und langfristig lohnen?
Ingenieurinnen und Ingenieure müssen daher die ökonomischen Konsequenzen ihrer Entscheidungen überblicken, um ein Projekt erfolgreich zu leiten. Um den immer komplexer werdenden Anforderungen an Materialien gerecht zu werden, sind zugleich technische und wirtschaftliche Kenntnisse gefragt.

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) können Sie das Wirtschaftsingenieurwesen im Bereich Materialwissenschaft im Studiengang Materials Science and Business Administration als Ein-Fach-Masterstudiengang studieren. Die Materialwissenschaft vereint naturwissenschaftliche Wissen aus allen Disziplinen unter ingenieurwissenschaftlichen Gesichtspunkten. Der Wirtschaftsingenieur ergänzt dieses interdisziplinäre Wissen mit ökonomischen Zusammenhängen im Bereich der Betriebswirtschaftslehre und des Projektmanagements. Ihr Studium ist somit breit und fächerübergreifend ausgerichtet.
Dafür arbeiten die Kieler Institute für Materialwissenschaft, Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre eng zusammen und bieten Ihnen eine Studienkombination, die zu den ersten ihrer Art in Deutschland zählt.

Als internationaler Studiengang kommt eine interkulturelle und sprachliche Vertiefung hinzu. Alle Lehrveranstaltungen finden in englischer Sprache statt. Ihre Kenntnisse der englischen Sprache können Sie deshalb vor Studienbeginn nachweisen.

Der Kieler Studiengang konzentriert sich auf sogenannte Funktionsmaterialen, die z.B. in der Sensorik, Mikroelektronik, Solarik, Medizin und überall dort eingesetzt werden, wo eine intelligente Lösung bereits im verwendeten Material enthalten ist.
Hierzu vertiefen Sie Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Grundlagenforschung, Materialentwicklung, Analytik und Prozesstechnik, kombiniert mit Themen wie Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Vorlesungen, Übungen, Laborpraktika und Planspiele bereiten Sie auf angewandte Aufgabenstellungen im Projektmanagement für diese Fachrichtungen vor. Neben der Vertiefung im Allgemeinen, spezialisieren sie sich in einer oder mehreren Fachrichtungen. Die Arbeitsgruppen stellen ihnen dabei mit Spezialvorlesungen, Oberseminaren und Praktika den Zugang zur aktuellen Forschung in diesen Themen zur Verfügung. Hierbei können Sie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, wie dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie und dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung zusammenarbeiten.

Durch ihre breit aufgestellte Ausbildung im Wirtschaftsingenieurwesen sind Sie in der Lage, sowohl die technische als auch die wirtschaftswissenschaftliche Seite eines Projekts zu bewerten. Damit sind Sie eine gefragte Fachkraft an Schnittstellen- oder Leitungspositionen in der Industrie, vor allem in Zukunftstechnologien wie Smart Materials, Energietechnik, Nanotechnologie, Life Science, Ressourcenmanagement und vielen weiteren.