Studium

Profil Handelslehrer (Master)

Profil Wirtschaftspädagogik

Zusätzlich zum Studium des Faches Wirtschaftswissenschaft und des Schulfaches sind im Profil Wirtschaftspädagogik folgende Studieninhalte zu absolvieren:

Modul Lernen, Entwickeln und Lehren im berufs- und wirtschaftspädagogischen Kontext 2:
In dem Modul werden fachdidaktische Fragestellungen für die berufliche Bildung und insbesondere für die berufliche Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung (Wirtschaftsdidaktik) vertieft. Dabei steht die Abstimmung von makro- und mikrodidaktischer Planung im Rahmen von Bildungsgangarbeit im Vordergrund. Dies wird exemplarisch an unterschiedlichen Bildungsgängen/Schulformen der beruflichen Schulen behandelt. Zudem erfolgt eine inhaltliche Vertiefung der Bildungsgangarbeit zu ausgewählten Themen, die zu Beginn des Moduls bekannt gegeben werden (z.B. Inklusion, Sprachbildung, digitale Medien) Das Modul besteht aus einer Vorlesung und einem dazugehörigen Seminar. Das angebotene Seminar nimmt direkten Bezug auf die Vorlesungsinhalte und ermöglicht eine thematische Vertiefung derselben. Die Modulprüfungsleistung baut auf der Prüfungsvorleistung, welche im Seminar zu erbringen ist, auf.

Modul Übergang Schule – Beruf / Berufs- und Studienorientierung:
Der Übergang von der allgemeinbildenden Schule in einen Beruf ist eine bedeutsame Entwicklungsaufgabe von Jugendlichen und mit vielfältigen Fragen der Berufs- und Studienorientierung verbunden. Dies erfordert eine professionelle Unterstützung und Begleitung der Jugendlichen durch schulische und außerschulische Akteure, Einrichtungen und Angebote. Im Modul analysieren und reflektieren die Studierenden des Profils Wirtschaftspädagogik (u.a. Lehramt für berufsbildende Schulen), des Lehramts für Gymnasium/Gemeinschaftsschule sowie des Fachs Pädagogik aus ihren jeweiligen Professionen heraus dieses Übergangsgeschehen bzw. die Berufs- und Studienorientierung. Sie entwickeln und reflektieren ausgewählte Reformvorschläge, beispielsweise für das Bildungssystem, für Bildungseinrichtungen (z.B. Schule, Träger, Betrieb, Agentur für Arbeit) oder für Unterricht und Beratung. Das Modul besteht aus einer Vorlesung und einem dazugehörigen Seminar. Das angebotene Seminar nimmt direkten Bezug auf die Vorlesungsinhalte und ermöglicht eine thematische Vertiefung dieser.

Modul Berufs- und wirtschaftspädagogische Vertiefung 2:
In dem Modul vertiefen die Studierenden ausgewählte Schwerpunktfragen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik (Bildungswissenschaften und Wirtschaftsdidaktik) zu schulbezogenen oder außerschulisch relevanten Themen. Hierbei können die Studierenden unter Berücksichtigung bereits erworbener und noch angestrebter individueller Kompetenzprofile aus einem wechselnden Angebot an Lehrveranstaltungen innerhalb des Moduls wählen.

Modul Heterogenität und Inklusion:
Das Modul umfasst Themen aus den Bereichen der Pädagogischen Psychologie, der pädagogisch-psychologischen Diagnostik, der Sprachbildung sowie der Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Übergeordnetes Ziel dieses Moduls ist, dass die Studierenden einen Blick für die Vielfalt der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich verschiedener Dimensionen (z.B. Geschlecht, Migrationshintergrund, Sprache, Behinderungen, psychische und Verhaltensauffälligkeiten) entwickeln und sowohl fächerübergreifende als auch fachspezifische Ansätze für den Umgang mit Heterogenität erwerben und bewerten. Dabei werden die Besonderheiten der beruflichen Bildung herausgearbeitet und vertieft. Zudem sollen die Studierenden eine offene Haltung gegenüber Vielfalt und Inklusion entwickeln sowie Mehrsprachigkeit als Ressource beschreiben können.

Das Modul besteht aus einer Vorlesung und einem Seminar. Die Vorlesung besteht aus zwei Teilen (Heterogenität und Sprachbildung). In dem Teil mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Heterogenität geht es um die Vermittlung von Kenntnissen über Heterogenität im schulischen Kontext sowie Grundlagen der Diagnostik als Basis der Beurteilung, der Ermöglichung von Differenzierung im Unterricht und der Individualisierung von Lernprozessen. Die Studierenden sollen das Rezipieren empirischer Befunde zu Heterogenität und Inklusion als fortwährende Lernaufgabe begreifen sowie dazu in die Lage versetzt werden, die Qualität diagnostischer Verfahren, Urteile und Fördermöglichkeiten einzuschätzen. Hinweise für den Umgang mit verschiedenen Heterogenitätsaspekten werden gegeben. In dem Teil mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Sprachbildung sollen die Studierenden lernen, die sprachlichen Anforderungen fachlichen Lernens und die unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen von Schüler*innen, insbesondere von DaZ-Schüler*innen mit geringen Deutschkenntnissen, zu ermitteln. Letztlich sollen sie in die Lage versetzt werden, ihren Fachunterricht sprachbewusst zu planen und zu gestalten.

Die Praktische Übung ermöglicht einen Transfer der Vorlesungsinhalte auf den Kontext der beruflichen Bildung sowie eine vertiefende Auseinandersetzung mit Fragen zu Inklusion und Heterogenität in berufs- und wirtschaftspädagogischen Handlungsfeldern. Dabei werden insbesondere Fragen der individuellen Förderung auf der Basis von förderorientierter Diagnose anhand von ausgewählten Fällen behandelt.

Die Vorlesung wird im jeweiligen Wintersemester als verkürztes Semester bis Ende Dezember angeboten. Die Praktische Übung im Bereich der Berufs- und Wirtschaftspädagogik wird semesterbegleitend bis zum Ende des jeweiligen Wintersemesters angeboten.

Schulpraktikum:
Das Modul besteht aus einem Schulpraktikum, welches aus zwei Teilen besteht. Der erste Teil des Schulpraktikums findet in Form eines zweiwöchigen Blocks am Ende des Sommersemesters, in der vorlesungsfreien Zeit zwischen Schul-Sommer- und Herbstferien, statt. Dem geht eine Einführungsveranstaltung im Laufe des Sommersemesters voran, in der die Studierenden in das Gesamtkonzept des Praxissemesters eingeführt werden. Der zweite Teil des Schulpraktikums ist in semesterbegleitender Form im Wintersemester, i.d.R. mit mind. 14 Zeitstunden pro Woche (dies entspricht ca. zwei Tagen in der Woche) während der regulären Vorlesungszeit abzuleisten. Im Anschluss daran, in der vorlesungsfreien Zeit des Wintersemesters, sind weitere 30 Zeitstunden (ca. 6 Tage) Schulpraktikum abzuleisten. Diese können die Studierenden in Abstimmung mit dem zweiten Unterrichtsfach sowie den Schulen selbst festlegen. Der Besuch des ersten Teils des Schulpraktikums ist Voraussetzung für den Besuch des zweiten Teils, da in diesem die grundlegende Orientierung der Studierenden am Praktikumsort vollzogen wird.

PBV: Berufs- und wirtschaftspädagogische Praktikumsbegleitveranstaltungen:
Das Modul umfasst die berufs- und wirtschaftspädagogischen Begleitveranstaltungen einschließlich der Fachdidaktik der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung zum Modul Schulpraktikum. Es dient in besonderer Weise der Vernetzung und wechselseitigen Reflexion von wissenschaftlichen Theorien und praktischen Erfahrungen durch die Studierenden zur (Weiter-) Entwicklung ihrer professionellen Lehrkompetenz. Das Modul besteht aus drei Lehrveranstaltungen. Die Praktischen Übungen 1 (Unterricht) und 2 (Forschungsprojekt) finden begleitend zum Schulpraktikum im WiSe statt. Die Präsenztermine können sowohl in der Universität als auch in den Schulen stattfinden. Im SoSe wird die Praktische Übung 3 zur Reflexion des vollzogenen Praktikums und zur Vertiefung daraus generierter ausgewählter berufs- und wirtschaftspädagogischer sowie insbesondere fachdidaktischer Fragestellungen der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung durchgeführt.