Studium

Romanistik MA LA

Gegenstand des Studiums

Die Einheit der Romanistik ist darin begründet, dass die romanischen Sprachen und Dialekte ihren gemeinsamen Ursprung im Lateinischen haben und sich seit dem Ausgang des Altertums in jenen Teilen des ehemals Römischen Reiches entwickelt haben, die am nachhaltigsten von der römischen Kultur geprägt waren – das heutige Italien und Rumänien im Osten, das heutige Frankreich, Spanien und Portugal im Westen.

Aber auch jenseits der europäischen Romania werden romanische Sprachen in vielen Teilen der Welt gesprochen. Im Kontakt mit anderen Sprachen und Kulturen in der Nova Romania ist das Bild der romanischsprachigen Literaturen und Kulturräume noch vielfältiger geworden.

Das Studium der Romanistik erlaubt sowohl die einheitliche Betrachtung des Gesamtbildes als auch unzählige verschiedene, besondere Blickwinkel.
Die Studierenden erwerben im Hinblick auf die Anforderungen und Veränderungen in der heutigen inter­nationalisierten Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Methoden sowie kommunikative Kompetenzen.

Gegenstand des Studienganges sind die romanischen Sprachen und Literaturen von ihren Anfängen bis zur Gegenwart unter Berücksichtigung der kulturellen und historischen Zusammenhänge. Gemäß dem traditionellen Konzept einer einheitlichen Romanistik wird den Studierenden in der Kieler Ro­ma­­nistik die Möglichkeit eröffnet, Sprach­kenntnisse in einer weiteren romanischen Sprache zu erwerben.

Im Französischen, Spanischen, Italienischen, Portugiesischen, aber auch in den Beisprachen Katala­nisch, Galicisch und Rumänisch stehen für den Unterricht muttersprachliche Lektoren zur Verfügung. Die Lehrveranstaltungen werden auch in der Fremdsprache abgehalten.

Besonders hingewiesen sei noch auf Forschungsschwerpunkte, wie Multimediale Sprachlernumgebungen, Mehrsprachigkeitsforschung, Alphabetisierungsprozesse in der Romania sowie die Projekte zur französischen Literatur des XVII. Jahrhunderts und der Moderne, der spanischen Renaissance im europäischen Kontext und zu den Gegenwartsliteraturen aus Spanien und Lateinamerika, der italienischen Literatur des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, die auch von der studentischen Mitarbeit leben.

Persönliche Neigungen

Das Philologiestudium ist nach wie vor ein Lesestudium und setzt Bereitschaft und Freude voraus, sich in Wort und Schrift mit einer fremden Sprache (und anderen Kulturen) vertraut zu machen und die wichtigsten Werke im Original zu lesen.

Wissenschaftliche Neugier und Interesse an methodologischen Fragen sind ebenso erforderlich wie kontinuierliche praktische Übungen in der fremden Sprache. Wichtig sind eine grundsätzliche Bega­bung für das Erlernen von Fremdsprachen, eine sichere Beherrschung des Deutschen, pädagogische Fähig­keiten sowie Freude an der Unterrichtung von Jugendlichen und Erwachsenen.

Weitere Informationen zum Studienfach